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Gefahren durch NiedrigwasserNiederkassel ruft zu Vorsicht bei „Rhine Clean Up“ auf

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Der Rhein hat derzeit extremes Niedrigwasser. Das birgt ein Risiko für die Müllsammler.

Niederkassel – Die Grünen rufen zum gemeinsamen Müllsammeln entlang des Niederkasseler Rheinufers auf. Anlass ist der länderübergreifende „Rhine-Clean-Up-Tag“ am Samstag, 10. September. Treffpunkte für die Niederkasseler Clean-Ups sind an diesem Tag der Mondorfer Fähranleger, der Spielplatz an der Laach in Rheidt, vor dem Rathaus in Niederkassel-Ort und in Lülsdorf am Myriameterstein (Walter-Esser-Brücke) an der Uferstraße 196.

Dort werden in der Zeit von 11 bis 12 Uhr an Teilnehmende Müllsäcke, Abfallzangen, Handschuhe der Grünen und als Leihgabe vom städtischen Bauhof ausgeteilt und Informationen über die Aufräumaktion weitergegeben. Anschließend können die Teilnehmenden solange Müll sammeln, wie sie möchten.

Rhine Clean Up Niederkassel: Im Rathaus gibt es Sicherheitsbedenken

Damit der Abtransport des gesammelten Unrats gut funktioniert, sollen die gefüllten Müllsäcke möglichst an den genannten Treffpunkten oder aber neben den städtischen Mülleimern abgelegt werden. So erleichtern die Müllsammler den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs die Arbeit.

Aktionstag

Auch in Königswinter gibt es Initiativen zum Aufräumen am 10. September. Im Internet kann man sich anmelden. In Bad Honnef rufen die Grünen dazu  auf, Treffpunkt ist ab 10 Uhr die Bahnstation Am Spitzenbach.

Bei der Stadtverwaltung sieht man der Müllsammelaktion derweil mit gemischten Gefühlen entgegen. „Ideell unterstützen wir das Anliegen natürlich“, sagt Stephan Smith, der Erste Beigeordnete. Deshalb beteilige sich die Stadt ja auch mit den Beschäftigten des Bauhofs.

Allerdings gibt es im Rathaus auch Sicherheitsbedenken. Grund ist der ungewöhnlich niedrige Wasserstand des Rheins, der in den vergangenen Wochen Teile des Ufers freigelegt hat, die normalerweise von Wasser bedeckt sind.

Kinder fanden am Lülsdorfer Rheinufer eine amerikanische Mörsergranate

Dabei kommen große Mengen Müll zu Tage – ein Umstand, auf den auch die Grünen hinweisen, ohne allerdings auf die Gefahren aufmerksam zu machen. Denn neben Hunderten alter Autoreifen, die dort in den vergangenen Jahren offensichtlich entsorgt wurden, tauchen auch Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg auf.

Zuletzt hatten Ende August spielende Kinder am Lülsdorfer Rheinufer eine offenbar noch gut erhaltene und voll funktionsfähige amerikanische Mörsergranate entdeckt, die vom Kampfmittelräumdienst beseitigt werden musste.

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Vor diesem Hintergrund appelliert die Stadtverwaltung an alle Teilnehmenden des „Rhine Clean-Up“, beim Sammeln besondere Vorsicht walten zu lassen.