Insgesamt ist der Grundstücksmarkt im Rhein-Sieg-Kreis stabil. Transaktionszahlen und Geldumsatz haben zugenommen. Kaufpreise blieben konstant.
GrundstücksmarktEigentumswohnungen können in Bad Honnef bis zu 7100 Euro pro Quadratmeter kosten

Wohnen in Siegburg: Die Preise für Bauland in Siegburg sind mit am höchsten. (Archivbild)
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Der Grundstücksmarkt im Rhein-Sieg-Kreis bleibt stabil und die Marktaktivität steigt. Das geht aus dem aktuellen Grundstücksmarktbericht des Gutacherausschusses für Grundstückswerte hervor, wie die Kreisverwaltung mitteilt.
Insgesamt hätten demnach die Transaktionszahlen und der Geldumsatz zugenommen, während die Kaufpreise in „wesentlichen Teilmärkten auf hohem Niveau überwiegend konstant“ blieben.
Preisniveau für unbebaute Grundstücke bleiben stabil
„Bei der Anzahl der Vertragsabschlüsse stellten wir ein Plus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr fest“, sagt Martin Kütt, Vorsitzender des Gutachterausschusses für Grundstückswerte. „Auch der Geldumsatz stieg deutlich auf rund 2,1 Miliarden Euro in 2025, was einem Plus von 17 Prozent gegenüber 2024 entspricht.“
Für unbebaute Baugrundstücke seien die Preise überwiegend stabil geblieben, erklärt der Rhein-Sieg-Kreis. In Hennef sei ein leichtes Plus festgestellt worden und bei den „bebauten Grundstücken stagnieren die mittleren Kaufpreise weitgehend – trotz einer Zunahme der Transaktionen.“
34 bis 185 Euro pro Quadratmeter, von Windeck bis Alfter und Hennef
Das Preisniveau sei nach wie vor hoch gewesen, größere Preisänderungen im Vergleich zum Vorjahr 2024 seien jedoch nicht erkennbar, erklärt Martin Kütt. Im gesamten Jahr 2025 gab es im Kreis einen Verkaufsanstieg von rund 20 Prozent bei unbebauten Baugrundstücken. Von insgesamt 417 veräußerten Baugrundstücken gab es die höchsten Baulandpreise (nach Bodenrichtwerten) in Bad Honnef und Siegburg. „In guten Wohnanlagen lagen die Werte hier bei über 700 Euro je Quadratmeter“, heißt es im Bericht. Die niedrigsten Baulandpreise gab es in Windeck mit rund 125 Euro pro Quadratmeter.
Der durchschnittliche Bodenrichtwert für unbebauter Gewerbrgrundstücke lag bei rund 100 Euro je Quadratmeter, die Spanne reichte allerdings von 34 Euro pro Quadratmeter in Windeck bis 185 pro Quadratmeter in Alfter und Hennef. Wesentliche Preissteigerungen gegenüber 2024 gab es aber nicht.
Häuser kosten im Schnitt 444.000 Euro
Etwa 444.000 Euro kosteten im Schnitt freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser im Kreis, das entspricht ebenfalls etwa dem Vorjahresniveau (446.000 Euro). Bei diesen Immobilien reichte die Preisspanne von 245.000 Euro in Windeck bis zu 545.000 Euro in Siegburg. Für Doppelhaushälften und Reihenendhäuser lag der Durchschnittspreis bei rund 392.000 Euro und damit etwa sieben Prozent über dem Vorjahresniveau. Bei Reihenmittelhäusern ist laut Bericht der Durchschnittspreis um etwa zwei Prozent angestiegen, hier wurden durchschnittlich 381.000 Euro erzielt.
Das Transaktionsvolumen stieg im Teilmarkt der bebauten Wohngrundstücke um etwa 17 Prozent. „Der Geldumsatz bei Ein- und Zweifamilienhäusern erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf über 900 Millionen Euro.“
Einen Anstieg gab es auch beim Verkauf von Eigentumswohnungen: 14 Prozent mehr Wohnungen im Gesamtwert von rund 350 Millionen Euro wurden verkauft, bei einer Preisspanne von 650 bis 700 Euro pro Quadratmeter in Meckenheim, Rheinbach und Sankt Augustin bis maximal 7.100 Euro pro Quadratmeter in Bad Honnef (je nach Wohnungsgröße). (at)

