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GanztagsschulkinderGroße Unterschiede im Rhein-Sieg-Kreis

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Grundschülerinnen sind in einem Kinderhort mit Bastelarbeiten beschäftigt. Von 2026 an sollen alle Grundschulkinder das Recht auf eine ganztägige Betreuung haben. (zu dpa: «Prien: Ganztagsbetreuung ab 1. August ist Bildungschance») +++ dpa-Bildfunk +++

Grundschülerinnen sind in einem Kinderhort mit Bastelarbeiten beschäftigt. 

Immer mehr Kinder besuchen schon jetzt eine Schule mit Ganztagsangebot. Dabei gibt es innerhalb des Rhein-Sieg-Kreises große Unterschiede.

Mehr als die Hälfte der Grundschülerinnen und Grundschüler sowohl im gesamten Bundesland NRW als auch im Rhein-Sieg-Kreis hat im vergangenen Schuljahr 2025/26 ein Angebot des offenen oder gebundenen Ganztags an Schulen besucht. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Beginns des neuen Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter mitteilt, stieg dieser Anteil landesweit in den letzten Jahren stetig an.

Hatten im Schuljahr 2015/16 erst 42,4 Prozent aller NRW-Grundschulkinder am offenen oder gebundenen Ganztag teilgenommen, so waren es im Schuljahr 2025/26 bereits 56,2 Prozent.

Nordrhein-Westfalen führt stufenweise Rechtsanspruch ein

Im Rhein-Sieg-Kreis nahmen im abgelaufenen Schuljahr von 24.995 Grundschulkindern 14.955 am offenen oder gebundenen Ganztag teil. Mit seiner Ganztagsquote von 59,8 Prozent liegt der Kreis 3,6 Prozentpunkte über dem NRW-Durchschnitt, aber auch 7,2 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt des Regierungsbezirks Köln. Im Vergleich der 53 Kreise und kreisfreien Städte erreicht Rhein-Sieg Rang 16, betrachtet man nur die Landkreise, kommt er sogar auf Rang 7.

Das Ganztagsförderungsgesetz regelt laut IT.NRW die stufenweise Einführung eines Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter, beginnend im jetzt startenden Schuljahr mit der ersten Klassenstufe. Im vorherigen Schuljahr 2025/26 nahmen bereits 58,1 Prozent der Grundschulkinder, die die erste Klasse besuchten, an einem Ganztagsangebot an einer Schule teil.

Eklatante Unterschiede bei den Schülerzahlen im Rhein-Sieg-Kreis

Wie aus den von IT.NRW veröffentlichten Zahlen weiter hervorgeht, gibt es innerhalb der 19 Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises eklatante Unterschiede. Dies gilt sowohl bei der Anzahl der Schulkinder (absolut und in Relation zur Einwohnerzahl) als auch bei der Nutzung des Ganztages.

Die absolut meisten Grundschulkinder hat natürlich die einwohnerstärkste Stadt im Kreis, Troisdorf, mit 3065 Schülerinnen und Schülern, die wenigsten das kleine Ruppichteroth mit 485.

Kleines Ruppichteroth bei der Zahl der Schulkinder auf 1000 Einwohner ganz groß

Rechnet man die Zahl der Grundschulkinder dagegen auf 1000 Einwohner um, ergibt sich ein ganz anderes Bild: Ruppichteroth kommt mit 45,0 Grundschulkindern auf 1000 Personen auf Platz 1, gefolgt von Swisttal (44,7) sowie Lohmar und Niederkassel (je44,5). Den letzten Platz, die Nummer 19, besetzt dagegen Bad Honnef (35,9), davor kommen Windeck (38,0) und Rheinbach (38,5).

Wieder anders sieht das Bild bei der absoluten Zahl der Ganztagsgrundschüler aus: Auf Platz 1 steht Troisdorf (2090), gefolgt von Sankt Augustin (1755) und Bornheim (1410), Schlusslichter sind Windeck (150), Much (165) und Ruppichteroth (180).

Sankt Augustin hat relativ die meisten Ganztagsschulkinder

Bezogen auf Verhältnis Ganztagsschulkinder auf 1000 Einwohner führt Sankt Augustin mit 31,3 Ganztagsschülern auf 1000 Einwohner, es folgen Bornheim (29,4), Siegburg (29,0), Wachtberg (28,2) und Meckenheim (28,1). Am Ende stehen Windeck (7,7), Much (11,3) sowie Swisttal, Ruppichteroth und Eitorf mit jeweils rund 17 Ganztagsschulkindern je 1000 Einwohner.

Unterm Strich zeigen die Ergebnisse zeigen eine ausgeprägte Zweiteilung im Kreis. Sankt Augustin, Bornheim, Siegburg, Königswinter, Wachtberg und Troisdorf erreichen Ganztagsquoten von rund 68 bis 77 Prozent. In Windeck, Much, Ruppichteroth und Swisttal liegt die Quote dagegen nur zwischen 20 und 37 Prozent.