24-Stunden-RennenTroisdorfer Fabian Schiller schrammt am Podium vorbei

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Fabian Schiller beim 24-Stunden-Rennen

Schnell unterwegs: Fabian Schiller (vorne) im Mercedes-AMG GT3 beim 24-Stunden-Rennen.

Für den Troisdorfer Fabian Schiller endete der Ritt durch die „Grüne Hölle“ mit dem ungeliebten vierten Rang. 

Am Ende trennten Fabian Schiller 46,5 Sekunden vom Podium. Während sich das deutsch-schweizerische Fahrertrio um Luca Stolz, Raffaele Marciello und Philip Ellis beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring Platz drei schnappte, musste sich der Troisdorfer im Schwesterfahrzeug mit dem ungeliebten vierten Rang begnügen. Er hatte sich den Mercedes-AMG GT3 mit Ex-DTM-Champion Maximilian Götz (Uffenheim) und dem Briten Adam Christodoulou geteilt.

„Der vierte Platz ist kein schlechtes Ergebnis, auch wenn wir uns natürlich mehr erhofft hatten“, erklärte Schiller vom Team GetSpeed Racing. „Das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring ist das Rennen, das man unbedingt gewinnen will. Das ist uns leider nicht geglückt. Team und Fahrer haben alles gegeben, aber leider hat uns heute der Speed gefehlt, um zu gewinnen.“

Ferrari siegt überraschend

Der Sieg ging überraschend an das private Frikadelli-Team im Ferrari 296 GT3 vor dem ROWE-BMW M4 GT3. 253 000 Besucher bedeuteten einen neuen Zuschauerrekord für die größte Automobilsport-Veranstaltung der Welt und mit 162 gefahrenen Runden stellte die Siegermannschaft auch einen Distanzrekord auf.

Insgesamt 133 Fahrzeuge waren bei besten Wetterbedingungen am Samstagnachmittag in die Hatz „Zwei Mal rund um die Uhr“ gestartet, doch zahlreiche Unfälle und technisch bedingte Ausfälle dezimierten schon in den ersten Stunden das Teilnehmerfeld. Am Ende gingen nur 88 Teams in die Wertung ein.

Fabian Schiller beim 24-Stunden-Rennen

Voller Einsatz rund um die Uhr: Fabian Schiller wartet im Mercedes-AMG GT3 auf grünes Licht.

In den Trainingssitzungen, in denen die besten Startplätze herausgefahren wurden, hatten sich Schiller und seine Teamkollegen noch etwas zurückgehalten. In ihrer schnellsten Runde auf der 25,378 Kilometer langen Kombination aus Grand-Prix-Kurs und Nordschleife des Nürburgrings blieb die Stoppuhr bei 8:11,824 Minuten stehen – Rang zehn.

„Alles spricht dafür, dass uns ein tolles Rennen bevorsteht. Im ersten Qualifying war die Strecke noch sehr dreckig gewesen durch die Serien, die vor uns gefahren sind. Aber das Auto läuft gut, die ersten Runden sind gedreht und jetzt müssen wir darauf aufbauen“, versprühte der 25-jährige Eschmarer Optimismus.

Tatsächlich ging es im Rennen dann auch zügig nach vorne und etwa zur Rennhalbzeit verbuchte der in schwarz und rot lackierte AMG-Mercedes eine Top-drei-Platzierung. Dann zeichnete sich jedoch ab, dass das Schwesterfahrzeug Runde um Runde um wenige Sekunden schneller war. 


Neben Schiller schafften es fünf weitere Fahrer aus dem Rhein-Sieg-Kreis in die Wartung: Als Gesamt-15. und Vierter seiner Klasse (SP9 PRO-AM) beendete Ferrari-Fahrer Luca Ludwig aus Alfter das Rennen. Ebenfalls Klassen-Vierte wurden der Eitorfer Michele Di Martino im Porsche 911 GT3 Cup der Baureihe 992 (CUP 2) und der Troisdorfer Andreas Patzelt im Aston Martin Vantage GT4 (SP 10).

Fielenbach wird Klassen-Zweiter

Alexander Fielenbach (Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport) aus Neunkirchen-Seelscheid erreichte in der Klasse CUP 3 den zweiten Platz, während der Bornheimer Tobias Jung ganz knapp vor Ablauf der Maximalzeit im Opel Astra GTC das Ziel erreichte und so ebenfalls in die Wertung kam. Der Bad Honnefer Markus Nölken (BMW M240i Cup) und Ulrich Berg aus Ruppichteroth (Porsche 911 GT3 Cup) gelang dies nicht.

Die 52. Auflage des 24-Stunden-Rennens ist für das lange Vatertags-Wochenende (9. bis 12. Mai 2024) geplant.

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