Die Favoritenrolle ließ sich schon am Mannschaftsbild vor dem ersten Aufschlag ablesen. Mit 15 Spielern präsentierten sich die Herren 60 von RW Hangelar zum Saisonfinale in der Tennis-Regionalliga, also in voller Kapelle. Der Gegner TuS Essen schien das erahnt zu haben, denn die ebenfalls bislang ungeschlagene Mannschaft aus dem Ruhrgebiet verzichtete auf ihre Top-drei-Spieler. „Sie haben sich offensichtlich keine echte Chance ausgerechnet“, vermutete RW-Mannschaftsführer Stefan Reddemann.
So „spazierten“ die Hangelarer mit 7:2 zur Westdeutschen Meisterschaft. Dank der Titelverteidigung tritt man nun im September bei der DM-Endrunde in Neumünster an, um im Vergleich der vier Regionalliga-Meister den nationalen Titel zu holen – und damit Klubgeschichte zu schreiben.

Anders Järryd und RW Hangelar fiebern der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft entgegen.
Copyright: Quentin Bröhl
Jeremy Bates (6:2, 6:1), Anders Järryd (im linken Bild/6:1, 6:2), Johnny Goudenbour (im rechten Bild/6:0, 6:0) und Rüdiger Vogel (6:1, 6:3) hatten die Hangelarer mit 4:2 in Front gebracht. Mikael Pernfors musste beim Stande von 2:3 wegen einer Zerrung aufgeben, während Thorsten Kolbe knapp verlor (2:6, 6:3, 8:10). In den Doppeln ließen Bates /Järryd (6:2, 6:2), Vogel/Kolbe (6:2, 2:6, 10:2) und Goudenbour/Jonas Larsson (6:3, 6:1) nichts anbrennen.
SC Uckerath beendet Premieren-Saison auf Rang drei
Die Herren 40 des SC Uckerath haben ihre erste Regionalliga-Saison derweil mit einem 7:2-Erfolg beim Borbecker TC abgeschlossen. Mit vier Siegen und zwei Niederlagen wurde man Dritter in der Siebener-Gruppe. Für die Punkte sorgten Frederic Petitjean (6:2, 6:3), Guillermo Carry (6:2, 6:2), Pablo Cerutti (7:6, 6:0), Frank-Christoph Langer (6:2, 6:1) sowie die Doppel Carry/Cerutti (6:2, 6:2), Petitjean/Langer (6:3, 6:2) und Simon Südel/Mark Götzl (6:3, 6:3). Platz drei hinter den beiden „Übermannschaften“ aus Ratingen und Brühl bezeichnete Götzl als „bombastische Leistung“.
