Siegburg – Auf dramatische Weise wurde in der Nacht zum Sonntag die Nachtruhe von Bewohnern zweier Mehrfamilienhäusern und Nachbarn in Siegburg-Kaldauen gestört. Um 1:05 Uhr alarmierten Bürger die Feuerwehr über einen Brand zwischen Hauptstraße und Kapellenstraße. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannten zwischen zwei Wohngebäuden - darunter die ehemalige Grundschule - ein Sportwagen und das angrenzende Car-Port, sowie kleinere Anbauten annähernd in Vollbrand. Da der Brand sich schnell vergrößerte und auf die angrenzenden Gebäude überzugreifen drohte, ordneten die Verantwortlichen umgehend Alarmstufenerhöhung an.
39 Wehrleute, elf Einsatzfahrzeuge, Rettungswagen und Notarzt waren schließlich vor Ort. Mit mehreren Strahlrohren und kombiniertem Innen- und Außenangriff ließ Wehrleiter Thomas Glatz vorgehen. Auf dem Nachbargrundstück wurde die Drehleiter in Stellung gebracht, von der aus Trupps ebenfalls das Feuer bekämpften. Bald waren die Flammen gelöscht, doch zeigte sich, dass sich im Gebälk viele Glutnester befanden. Wehrleute, darunter wechselweise sieben Atemschutztrupps, öffneten die Dachhaut der betroffenen Gebäudeteile und löschten die Glutnester ab.
Bis in die Morgenstunden waren die erschöpften Kräfte im Einsatz. Die Feuerwehr vermutet, dass der Brand möglicherweise durch einen abgestellten PKW verursacht wurde und auf die nahe liegenden Gebäudeteile übergriff. Der Anbau wurde derart in Mitleidenschaft gezogen, dass eine weitere Nutzung zunächst ausgeschlossen ist. Ein Mieter einer betroffenen Wohnung musste bei Bekannten unterkommen. Es gab keine Personenschäden. Spezialisten der Polizei und Feuerwehr haben die Ermittlungen aufgenommen.
