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StadtentwicklungFördermittel für Siegburg: Millionen für die Innenstadt

Siegburg sichert sich Fördermittel für Rathaus, Schulcampus und Innenstadt – nun soll eine eigene Stelle das Fördermanagement stärken.

Technische Beigeordnete Stephan Marks und Planungsamtsleiter Fabian Löbach

Siegburg hat in den vergangenen Jahren erhebliche Fördermittel für die Entwicklung seiner Innenstadt eingeworben. Grundlage dafür ist das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK), das der Rat der Kreisstadt 2019 beschlossen hat. Wie die Stadt mitteilt, ermöglicht dieses Konzept die Förderung, weil innerstädtische Maßnahmen nicht einzeln, sondern als Teil eines zusammenhängenden Gesamtvorhabens betrachtet werden, bei dem sich die Projekte gegenseitig stützen. Als zentrales Beispiel für diesen Ansatz nennt die Stadt den Umbau des Michaelsbergs, bei dem nach eigenen Angaben ökologische, ökonomische und soziale Gesichtspunkte gemeinsam berücksichtigt wurden. Weitere Projekte, die im Rahmen des ISEK gefördert wurden, sind der Gemeinschaftsgarten an der Cecilienstraße, die künstlerische Gestaltung der Bahnunterführung Mahrstraße, Sitztreppen am Mühlengraben sowie die Umgestaltung des Alten Friedhofs zum Leisepark, die laut Mitteilung kürzlich abgeschlossen wurde.

Das ISEK ist dabei nur ein Förderinstrument unter mehreren, die Siegburg nutzt. Für die bevorstehende Sanierung der Turnhalle Deichhaus erhält das städtische Amt für Immobilienmanagement 1,5 Millionen Euro aus dem europäischen EFRE-Programm; 500.000 Euro trägt die Stadt selbst. Beim Neubau des Umkleidegebäudes am Stadion, einem Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von vier Millionen Euro, flossen 500.000 Euro aus dem Bundesförderprogramm BEG in die Stadtkasse.

Noch größere Summen stehen hinter zwei weiteren Projekten: Die Sanierung des Rathauses wird mit 8,9 Millionen Euro durch die KfW-Bank gefördert. Für den BildungsCampus Neuenhof hat die Stadt nach Angaben der Pressemitteilung insgesamt 11,5 Millionen Euro aus verschiedenen Fördertöpfen zusammengeführt. Beide Vorhaben gelten der Verwaltung als Beleg dafür, welche finanziellen Spielräume eine gezielte Mittelakquise eröffnen kann.

Angesichts der Vielzahl laufender und geplanter Projekte sieht die Stadtverwaltung Bedarf, das Fördermittelmanagement strukturell zu stärken. Der Hauptausschuss empfahl dem Rat in seiner Sitzung am Donnerstagabend, dafür eine eigene Stelle in der Verwaltung einzurichten. Die Position soll zunächst befristet sein. (red)