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GastrotippIm Siegburger Gandhi Restaurant bestimmen die Gäste, wie scharf ihr Essen ist

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Der Blick in ein exotisch gestaltetes und bunt beleuchtetes Restaurant.

Wandgemälde und Deckenbeleuchtung erwarten die Gäste im Ganhi an der Kaiserstraße.

Mit dem Restaurant an der Kaiserstraße komme authentische indische Küche in die Kreisstadt, sagt der Betreiber.

Die Küche Indiens ist so vielseitig wie die Kultur des Landes: Im Norden essen die Menschen ihr Curry ganz anders zubereitet als im Süden. Das Restaurant Gandhi an der Kaiserstraße in Siegburg bietet nordindische und pakistanische Küche zu günstigen Preisen und liefert sogar nach Hause.

„Wir sind das erste Restaurant in Siegburg mit rein indischer Küche, vor uns gab es keines“, sagt Mudasser Haider, der das Lokal mit seinem Geschäftspartner Saiful Islam betreibt. Bereits seit 2017 hätten sie einen Imbiss an der Kölnstraße in Bonn, der sehr gut laufe. Nun wagten sie den Schritt, ein Restaurant zu eröffnen, entlang der an Restaurants schon bisher reichen Kaiserstraße. „In Siegburg fehlte authentische indische Küche“, sagt Haider.

In Siegburg ist eine andere Zielgruppe zu Gast als in Bonn

Ein mutiger Schritt, denn die Zielgruppe sei in der Kreisstadt völlig anders als in der Bundesstadt. „In Bonn kommen viele internationale Gäste, Touristen und Geschäftsleute. Hier sind es vor allem die Einheimischen. Einen Lieferservice bieten wir trotzdem an, denn bei schlechtem Wetter kommt niemand“, sagt Haider. Seit dem 8. Dezember hat das Gandhi geöffnet: „Wir haben viele freundliche Kunden gefunden.“

Eine kleine Schüssel mit einer Linsensuppe und ein Fladenbrot.

Linsensuppe mit Knoblauch und Ingwer steht ebenso auf der Speisekarte wie Chicken Masala und eine Vielzahl vegetarischer oder veganer Gerichte.

Das Ambiente des Gandhi ist mit Holzstreben an der Decke gestaltet, von denen Efeu herabhängt. Die grüne Deckenbeleuchtung weist auf die muslimische Prägung der Küche hin, denn Haider stammt aus Punjab im Norden Indiens, einem Bundesstaat an der Grenze zum muslimisch geprägten Pakistan. Auch deswegen wirken die mühevoll per Hand gemalten Wandgemälde eher so, als spiegelten sie den Vorderen Orient denn das klassische Indien wider.

Indien ist ein Land, in dem über eine Milliarde Menschen lebt. Klar, dass es da Unterschiede in der Küche geben muss. „In Südindien ist das Curry eher cremig, bei uns im Norden nicht. Auch die pakistanische Küche ist sehr ähnlich, nur lässt man dort den Knochen am Fleisch“, erklärt Haider.

Die Menükarte ist vielseitig und reicht von Vorspeisen wie Pakoras und Samosas hin zu zahlreichen Tandoori-Gerichten. Das Wort bedeutet Grill und in dem wird etwa das Haryali Chicken Tikka zubereitet: Hähnchenkeulen, mariniert in frischen Minzkräutern und indischen Gewürzen. Das Mutton Tikka besteht aus Lammstücken in Joghurt, Knoblauch, Ingwer und Gewürzen.

Groß ist auch die Auswahl veganer und vegetarischer Speisen: Als da wären die vegetarische Grillplatte oder das Sabji Nasala, das aus Gemüse in Tomaten-Zwiebel-Curry-Sahnesoße besteht. Das Aloo Matar aus Kartoffeln mit Erbsen in Curry ist ebenso vegan wie das Bhindi Masala aus Okraschoten mit Zwiebeln, Tomaten und Gewürzen, alle serviert mit Reis oder Brot, das vor Ort gebacken wird.

Auch Hähnchenfleisch gibt es in vielerlei Variationen: „Viele Leute wählen das Chicken Masala oder Butter Chicken, weil das nicht so scharf ist. Es braucht sich aber niemand sorgen, dass das Essen zu scharf ist, das passen wir nach Wunsch an“, sagt Haider. „Wir helfen gerne bei Empfehlungen.“