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Karneval800 Tänzerinnen und Tänzer beim ersten Gardetreffen der Funken Blau-Weiß in Siegburg

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Gardetänzerinnen der Siegburger Husaren Grün-Weiß beim Gardetreffen der Siegburger Funken Blau-Weiß

Gardetänzerinnen der Siegburger Husaren Grün-Weiß beim Gardetreffen der Siegburger Funken Blau-Weiß.

Die Siegburger Funken Blau-Weiß luden erstmals zum Gardetreffen nach Kaldauen und gaben dem Nachwuchs eine Chance, sein Können zu zeigen.  

Ihr erstes Gardetreffen richteten die Siegburger Funken Blau-Weiß im Kaldauer Heinz-Böttner-Haus aus. Eingeladen waren karnevalistische Tanzgarden der Kinder-, Jugend- und Juniorenabteilungen aus den Gesellschaften und Vereinen rund um Siegburg. Der Initiative der Funken ging ein Vorschlag von Trainerin Celina Willwerts voraus. Man habe einen Beitrag zur Förderung der karnevalistischen Jugendarbeit leisten und ein neues, attraktives Veranstaltungsformat in Siegburg etablieren wollen, berichtete Geschäftsführer Ferdi Büchel: „Die Jugend sichert letztlich die Zukunft der Vereine.“

15 Vereine mit rund 800 Tänzerinnen und Tänzern von drei bis 15 Jahren sagten zur fünfstündigen Veranstaltung zu. Wobei jede Gesellschaft ihr Zeitfenster für den Auftritt mit einem gewissen Polster hatte. Das entzerrte den Betrieb in und ums Heinz-Böttner-Haus, zudem war die Aufenthaltsdauer für die Gäste kalkulierbar. Der Wettbewerbsgedanke blieb außen vor. „Die sollen unbelastet und stressfrei ihr Programm zeigen können“, betonte Funkenpräsident Peter Stagnier.

Kaum noch Auftrittsmöglichkeiten für Nachwuchsgarden

Auch die Eltern und Geschwister durften bei freiem Eintritt entspannt im geräumigen Zuschauerraum die Tänze verfolgen. „Die Veranstaltung ist super“, sagte Kathrin Moos, deren achtjährige Tochter Lea mit dem Jugendtanzcorps der Westerwaldsterne antrat. „Es gibt kaum mehr Auftrittsmöglichkeiten für die Nachwuchsgarden“, sagte Moos. „Außerdem stehen hier die Kinder im Mittelpunkt, und wir Eltern können die Auftritte aus der ersten Reihe genießen.“

Minis: Kleine Tänzerinnen der Siegburger Funken Blau-Weiß

Minis: Kleine Tänzerinnen der Siegburger Funken Blau-Weiß.

Die Moderation übernahmen Präsident Stagnier und Peter Hillesheim, der sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich in die Jugendarbeit einbringt. Das Duo hatte ein gutes Gespür für die richtige Taktung. Das hieß auch, den Pänz und Jugendlichen mit freundlichen Ansagen und ohne Druck Mut zu machen, dabei nie die Uhr aus dem Blick verlierend.

Jede Garde der Gesellschaften zeigte einen Tanz zu ihrer eigenen Musik, die bei der Technik abzugeben war, so wie es die Betreuer- und Trainerteams von den Sitzungen kennen. Freilich wussten die auch mit dem Ablauf umzugehen. So marschierten die jeweils neu aufgerufenen Garden durch den Seiteneingang ein, während die Vorgänger gerade durch die Saaltür abzogen.

Tanzend die Sympathien gewonnen

Der erste Auftritt gehörte dem Siegburger Kinderprinzenpaar, Prinz Markus III. und Siegburgia Madeleine I., das mit seinem Matrosen-Gefolge singend („Ahoi und Alaaf“) und tanzend die Sympathien gewann. Eisbrecher bei den Garden waren die Minis der gastgebenden Funken, die eifrig und ihrem Alter entsprechend spielerisch ihre Aufgabe meisterten. Sportlicher agierte die Jugend-, mit choreografischem Pfiff die Junioren-Garde der Blau-Weißen. Diese Abstufung galt für die übrigen 14 Gruppen ähnlich.

Mit seinem Fazit dürfte Peter Stagnier den Vereinsverantwortlichen, Eltern und Teilnehmern aus der Seele gesprochen haben: „Es war aus meiner Sicht eine extrem wichtige Veranstaltung. Besser lässt sich Jugendarbeit nicht vorstellen.“ Torsten Müller, 2. Vorsitzender des Mucher Karnevalsvereins, bestätigte die Einschätzung: „Gut, dass es so etwas gibt.“

Weitere teilnehmende Garden waren die Husaren Schwarz-Weiß Siegburg, die Turmgarde Eitorf, die Ehrengarde Sankt Augustin Hangelar, die Kazi Kinderfünkchen Rut Wiess Lohmar, die KG Donrather Aggerpiraten, die KG Schladern, der TSV Rot Weiß Meindorf, die Große Königswinterer KG, die KG Rot Weiss Bröl, die E.V.D. Tanzflöhe, das TC Sternschnuppen Bockeroth und De Höppemötzjer Köln.