Für den Verein ist die Großveranstaltung, die als Nord Cup und Landesmeisterschaft NRW gewertet wird, eine große Herausforderung mit hohem Spaßfaktor.
Turnier im Anno-GymnasiumRock'n'Roll-Club bittet zum Tanz nach Siegburg

Der Rock´n´Roll Club (RRC) Siegburg richtete ein großes Turnier im Anno-Gymnasium Siegburg aus.
Copyright: Peter Lorber
„Die Turniere sind in Siegburg immer gut, in der Vorbereitung und der Durchführung“, lobte Hans-Werner Kirz den Rock'n'Roll-Club (RRC) Siegburg. Der richtete am Samstag in der Vierfachsporthalle des Anno-Gymnasiums den 39. Rhein-Sieg-Cup aus, der zugleich als Nord-Cup und Landesmeisterschaft NRW gewertet wird.
Kirz muss es wissen, als erfahrener Turnierleiter ist er seit mehr als 40 Jahren landauf landab unterwegs, sorgt auch regelmäßig in Siegburg für einen ordnungsgemäßen Ablauf. 143 Tänzerinnen und Tänzer traten in verschiedenen Leistungsklassen von den Schülern und Junioren bis C- und B-Klasse sowie den Klassen Akrobatik, Fußtechnik, Showteam, Girl und Lady an.
Abwechslung mit geschliffenen Choreografien
Dies bedeutete viel Abwechslung mit geschliffenen Choreografien, rasantem Tempo, hoher Synchronität und atemberaubender Akrobatik mit kniffligen Hebefiguren. Auch die „Tanzmäuse“, deren jüngste Mitglieder im Kindergartenalter sind, durften ihr Können zeigen und ernteten Begeisterung. Ein Mehrkampf in Bodenturnen und Trampolin gehörte ebenfalls zum Rahmenprogramm.
„Ein solches Turnier ist immer eine Herausforderung“, betonte Kirz, seien doch die Abläufe sehr komplex. Die flüssige Abfolge am Samstag täuschte darüber hinweg, wieviele Rädchen ineinandergreifen müssen, bis die Siegerinnen und Sieger ihre Pokale entgegennehmen konnten. Schlag auf Schlag wurden die Paare und Teams aufgerufen. Da musste die Weitergabe der Wertungsrichter-Ergebnisse ebenso zügig erfolgen wie die sofortige Verarbeitung der Daten.

Angefeuert wird vereinsübergreifend.
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Die landeten schließlich, zeitnah und sichtbar für Publikum, Tänzerinnen und Tänzer sowie Trainerteams und Offizielle auf einer großen Leinwand. Und für das Moderatoren-Duo Marion Frohn und Torsten Alpers. Das zeigte sich nicht nur bewandert in Sachen Regeln und Wertung, sondern nahm den Teilnehmenden mit sympathischem Duktus und persönlicher Ansprache auch ein wenig von ihrer Aufregung.
Club bietet auch Boogie Woogie und West Coast Swing an
Bernhard Baum, 1. Vorsitzender des Siegburger Rock'n'Roll-Clubs, bei dem auch Boogie Woogie und West Coast Swing betrieben wird, lobte die Disziplin der Mannschaften. Die waren etwa aus Bochum, Iserlohn, Lippstadt, Delmenhorst, Eisenach, Kiel und Berlin angereist. Vom Gastgeber traten die Paare Esther Maus und Julian Noll sowie Mathilda Ulbricht und Leonard Reglin an. „Obwohl es noch nicht fürs Treppchen reichte, haben sie sich sich hervorragend geschlagen“, unterstrich Baum, „vor allem wenn man bedenkt, dass sie erst seit einem Jahr in Wettkämpfen antreten.“

Turnierleiter Hans-Werner Kirz (Mitte) bei der Arbeit.
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Kennzeichnend während des gesamten Turniers war die „vereinsüberschreitende“ Anfeuerung. Bejubelt wurden nicht nur die eigenen Paare, sondern jeder und jede, die sich den Wettkämpfen stellten. „Das ist Sportgeist und völlig normal“, kommentierte der Vorsitzende die Euphorie: „Wir sind so etwas wie eine große Familie, treffen uns immer wieder bei Meisterschaften.“
Aufmerksame Beobachter waren Claudia und Jo Wittmann, die sich 2001 den Weltmeistertitel im Boogie Woogie sicherten und sich heute mit ihrer Erfahrung und ihrem Wissen in den RRC einbringen. Claudia Wittmann freute sich über „den steigenden Zulauf bei den Kleinsten“. Es funktioniere immer gut, wenn auch die Eltern tänzerisch „mit im Boot“ säßen.
Anerkennung für die Ausrichter kam von der Bochumer „Dance and Athletics Company“, die mit drei Teams angetreten war. „Wir sind immer sehr gerne hier“, sagte Eric Leipscher. Beispielhaft verdeutlichte er, dass dieser Tanzsport auch für Eltern „ein Fulltimejob“ sei: „Wir fahren dreimal in der Woche zum Training, vier- bis fünfmal im Jahr zu Meisterschaften.“
