Siegburg – Ein Steinschlag löste am Freitagabend einen THW-Einsatz in Siegburg aus. Ein Anwohner hatte gegen 18 Uhr wegen eines Abgang von größeren Steinen und Geröll von einem steilen Hang auf die Talsperrenstraße oberhalb von Seligenthal Alarm geschlagen. Zu diesem Zeitpunkt waren auf der Straße glücklicherweise keine Menschen unterwegs. Gleichwohl bestand Gefahr für Fußgänger und Fahrzeuglenker wegen herumliegender Trümmer und weiterer möglicher Geröllabgänge.
Der zum Schadensort geeilte Ralf Beyer vom der Grünflächenabteilung der Stadt forderte deshalb in Absprache mit der Feuerwehr das Technische Hilfswerk an.„Es muss provisorischer Fangzaun errichtet werden, der weitere Abgänge abfängt“, lautete die Entscheidung nach Lagebeurteilung Beyers mit THW-Einsatzleiter Sebastian von der Haar, Gruppenführer der Bergungsgruppe. Mit geübten Handgriffen war schnell eine Behelfswerkstatt mit Arbeitstisch, erforderlichem Werkzeug und Maschinen errichtet.

Das THW im EInsatz.
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In eingespielten Abläufen wurden jetzt fünf Bohlen-Paare und Querbretter auf einer Länge von zwanzig Metern miteinander verschraubt und auf Kommando für die nächsten Arbeitsschritte in die spätere Position gebracht. Nachdem die Stützwand stand und mit langen Erdnägeln senkrecht gesichert war, waren als nächstes aus Kanthölzern Querstreben herzustellen, die für stabilen Stand sorgten.
Kein Problem für Naomi Rübel war der 45-Grad-Zuschnitt der Vierkanthölzer, die Kameraden umgehend fachgerecht verarbeiteten. Nach einer Stunde nickten Beyer und von der Haar zufrieden. Der behelfsmäßige Steinschlagschutz sei stabil genug um weitere Abgänge abzufangen, so die beiden Experten.
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Als Dauerlösung werde laut Ralf Beyer ein bestehender Steinschlagwall verlängert, der den betroffenen Hang absichert und das Provisorium dann überflüssig mache. In der zwischen Wall und Hang entstehenden Kuhle würde sich künftig abgehendes Geröll sammeln.



