Die Vierfachturnhalle des Gymnasiums Alleestraße ist nach rund zwei Jahren Bauzeit eröffnet. Die Stadt investierte 18,7 Millionen Euro.
Mit Kletterwand und neuen KlassenräumenVierfachturnhalle für das Siegburger Gymnasium Alleestraße ist eröffnet

Die große Halle im Obergeschoss lässt sich in drei Hallen unterteilen.
Copyright: Lilian von Storch
Eine teilbare Dreifachhalle und eine einfache Sporthalle, Umkleideräume, Bäder, zwei Klassenräume und eine Kletterwand: Das brandneue Gebäude mit den neuen Turnhallen für das Gymnasium Alleestraße ist eröffnet. Schulklassen und Vereine trainieren hier bereits. Rund zwei Jahre dauerte die Bauzeit für die neue Halle, die die alte Doppelhalle aus den 1950er Jahren ersetzt.
Neues Gebäude ist zweistöckig und barrierefrei
„Was wir heute sehen, kann sich sehen lassen, und macht für das, was hier in Zukunft stattfinden soll, eine Menge möglich“, sagte Bürgermeister Stefan Rosemann bei der Eröffnung. Ihn hätten bereits zahlreiche positiven Rückmeldungen erreicht. Das Gebäude ist zweistöckig, ursprünglich waren vier Hallen nebeneinander geplant. „Als wir uns dieses Areal angesehen haben, haben wir erstmal gedacht, das wird knapp“, so Rosemann.

Schulleiterin Sabine Trautwein und Bürgermeister Stefan Rosemann freuen sch über das fertiggestellte Gebäude.
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Die besondere Herausforderung an die Planung es gewesen, auf ein verhältnismäßig kleines Grundstück so zu bauen, dass eine Vierfachturnhalle entstehen kann, sagte der Architekt Markus Kill vom Architekturbüro Heinlewischer. „Dann haben wir uns überlegt, wir können eine Halle ja eingraben.“ Das ergebe auch den schönen Nebeneffekt, dass eine der Hallen etwas separat von den anderen gehalten werden könne. „Beim Bau tat sich dann nur das Problem auf, dass wir schon ein bisschen im Grundwasser sind, um die 50 Zentimeter“, so Kill.
Im unteren Bereich sind neben der einzelnen Halle Umkleideräume, Duschen und Toiletten zu finden, außerdem zwei Klassenzimmer, die zusätzliche Kapazitäten für den Unterricht am Gymnasium bieten. Alle Räume einschließlich Kletterwand sind barrierefrei erreichbar, im Gebäude gibt es einen Aufzug. Die zusätzlichen Klassenräume können eignen sich, um Schülerinnen und Schülern einen ruhigen, vom Rest der Schule abgekoppelten Raum zu bieten. Unter anderem können sie bei Abiturklausuren zum Einsatz kommen. Enorm aufwändig sei allerdings die notwendige Schallentkopplung der Unterrichtsräume zu den Sporthallen hin gewesen, berichtete Architekt Kill.

Der Betrieb im neuen Gebäude soll C02-neutral sein.
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Die Turnhalle im Untergeschoss entspricht den Normmaßen von 15 mal 27 Metern. Die große Halle im Obergeschoss lässt sich durch hochfahrbare Trennwände in drei Hallen aufteilen, deren Größe jeweils leicht unter der Norm liegen. Insgesamt misst die obere Halle 45 mal 26,5 Meter. Die Wände der Sporthallen müssen so gebaut sein, dass sie leicht federn, um das Verletzungsrisiko zu vermindern, erklärte Markus Kill. Alle fest installierten Geräte im Gebäude seien so neu wie die Halle selbst, beispielsweise an der Decke hängende Seile oder Basketballkörbe. Lose Sportgeräte dagegen wurden aus der alten Halle übernommen.
Ursprünglich geplante Kosten wurden unterschritten
Der Betrieb im Gebäude erfolgt C02-neutral, teilt die Stadtverwaltung mit, das werde unter anderem durch den Einsatz von Wärmepumpen, Erdwärme und eine Photovoltaikanlage möglich. Insgesamt investierte die Stadt 18,7 Millionen Euro, dazu kamen eine Million Euro an Fördermitteln. Von Anfang an habe die Abstimmung unter allen Beteiligten sehr gut funktioniert, wodurch der Bau im Zeitplan bleiben konnte und die ursprünglich geplanten Kosten sogar unterschritten werden konnten, sagte Stephan Marks, technischer Beigeordneter der Stadt Siegburg.

Bunte Linien auf dem Fußboden erleichtern die Orientierung.
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Auch bei der Europaweiten Ausschreibung habe die Stadtverwaltung Glück gehabt, so Daniel Schreiter vom städtischen Immobilienmanagement: „Die Quote der wirklich guten und dennoch günstigen Firmen war bei dieser Ausschreibung wirklich überdurchschnittlich“. „Uns hat außerdem die Entscheidungsfreude der Stadt Siegburg sehr geholfen“, ergänzte die Architektin Vera Bläsing, ebenfalls vom Büro Heinewischler. „Ich kenne das aus anderen öffentlichen Bauverfahren ganz anders. Oft werden Entscheidungen verschleppt, und das kostet schnell viel Geld.“

Die einfache Sporthalle im Untergeschoss.
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Die Planungen laufen seit etwa Herbst 2022, Spatenstich war im Juni 2024. „Am Ende des Tages kommt ist hier ein Projekt realisiert, von dem allem viele junge Menschen großen Nutzen von haben“, sagte Stefan Rosemann. Außerdem komme das Gebäude dem Vereinssport zu Nutzen, der entscheidend für die Stadtgemeinschaft sei. „Ich glaube, dass wir hier gutes Geld in eine gute Sache investiert haben“, so Rosemann.
Auch Schulleiterin Sabine Trautwein unterstrich: „Es ist natürlich ein Meilenstein für das Gymnasium Siegburg Alleestraße und auch sicherlich ein Prestige-Objekt für die Stadt.“ Oft werde darüber geklagt, dass für den Sport zu wenig Mittel zur Verfügung gestellt würden, sich Kinder aber zu wenig bewegen. „Das kann man hier jetzt nicht mehr sagen – wir haben genau das, was wir brauchen und so, wie wir es uns vorgestellt haben“, so die Schulleiterin.
