Hennef – Ausgewachsene Prinzen sollten sich ein Beispiel nehmen am Sövener Kinderprinzen Paul I. (Adam). Der bewahrte nämlich eiserne Diskretion bei seiner Proklamation, und waren die Fragen noch so trickreich gestellt.
Ein lässiges Schulterzucken war seine Antwort an Bürgermeister Klaus Pipke, ob sich denn Emma I. (Lowag), Prinzessin an seiner Seite und zugleich 4c-Klassenkameradin an der Sövener Kastanienschule, im Unterricht gut benehme. Gleich zweimal verweigerte er sodann angesichts der verschiedenen Fan-Lager mit einem „das weiß ich noch nicht“ diplomatisch die Frage, bei welchem Verein er denn seinen Traum vom Profifußballer verwirklichen wollte. Und mit gehobenen Augenbrauen verzichtete er auf Spott und Süffisanz, als der Stadtchef coram publico davon träumte, er hätte doch auch lieber den Beruf Fußballstar wählen sollen.
Grußwort in Reimen
Die Jung-Tollitäten gaben sich nach dem Jubelzug durch den Knubbel im Sövener Hof selbstbewusst, präsentierten ihre Grußworte auswendig in Reimform und stellten sich gegenseitig vor – ebenfalls mit geschliffenem Vers. Verhandlungsgeschick zeigte Emma I., die wie ihre Eltern Frank und Romy Lowag sowie die Geschwister Charlin, Nils, Lenny und Lena höchst karnevalsaffin ist (letztere trug 2012 das Prinzessin-Diadem). So lobte sie Lehrerin Frau Heincke-Bäumer nebst Schule publikumswirksam, wollte als Gegenleistung die Hausaufgaben „aufgehoben“ wissen.
Sport, Kunst und Gardetanz hat Emma als Lieblingsfächer respektive Hobby. Mathe, Sport und Fußball heißt es dagegen bei Paul, der mit den Eltern Hans-Peter und Claudia Adam sowie Schwester Jule eine vierköpfige Familie bildet. Den Schalk ließ das Paar, das von Pipke den Rathausschlüssel als Herrschaftssymbol über 12 000 Hennefer Kinder erhielt, mit dem ersten Wort ans jecke Volk durchblicken. Da wählten Paul und Emma als Reverenz an die Düsseldorfer Wurzeln des Prinzessinnen-Vaters die Grußformel „Helau“.