Wenn in wenigen Tagen die Bonner Nordbrücke für den Schwerlastverkehr gesperrt wird, betrifft das auch Buslinien. Den Fahrgästen von RSVG und SWB drohen Umwege.
Sperrung der Bonner NordbrückePolitik fordert Ausnahmen für den Schulbusverkehr

Erhebliche Einschränkungen soll es ab Mitte Januar für den Verkehr auf der Bonner Nordbrücke geben.
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Angesichts der ab Mitte Januar geplanten Teilsperrung der Bonner Nordbrücke fordert die FDP-Fraktion im Kreistag Rhein-Sieg, den Schulbusverkehr über die Brücke weiterhin zu gewährleisten. Kurz vor Weihnachten hatte die Autobahn GmbH des Bundes überraschend angekündigt, die Brücke für Fahrzeuge mit mehr als 7,5 Tonnen Gewicht zu sperren. Grund für die Sperrung ist, dass die linksrheinische Vorlandbrücke als Teil der Nordbrücke angesichts der jahrzehntelangen, intensiven Beanspruchung nicht mehr über ausreichende Tragreserven für den Schwerlastverkehr verfügt.
Auch der Schnellbus zum Köln/Bonner Flughafen ist betroffen
Von der angekündigten Brückensperrung wären nach jetzigem Stand auch die Schulbusse betroffen, die Schülerinnen und Schüler aus dem rechtsrheinischen Kreisgebiet zum Collegium Josefinum in Bonn und zur Ursulinenschule in Bornheim-Hersel bringen. „Für die betroffenen Schüler und Eltern droht erheblicher und unzumutbarer zeitlicher Mehraufwand“, sagt Friedrich-Wilhelm Kuhlmann, der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Kreistagsfraktion. „Deshalb müssen Politik, Verwaltung und die Verkehrsgesellschaften RSVG und SWB sehr schnell eine praktikable Regelung finden. Der Schulbusverkehr muss sichergestellt werden.“
Die Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft (RSVG) hatte bereits vor Weihnachten angekündigt, bei der Autobahn GmbH eine Ausnahmegenehmigung für ihre Linienbusse zu beantragen, deren Linienweg über die Nordbrücke führt. Dazu gehört außer den Schulbussen auch die Linie 550. Auch die Schnellbuslinie SB60 der Bonner Stadtwerke fährt auf ihrem Weg vom Bonner Hauptbahnhof zum Köln/Bonner Flughafen über die Nordbrücke.

