Troisdorf – Ein schwerer Unfall hat sich am Freitagnachmittag auf der Autobahn 59 kurz hinter der Anschlussstelle Troisdorf in Fahrtrichtung Bonn ereignet. Dabei wurden zwei Menschen leicht verletzt. Die Folgen für den Verkehr waren erheblich, es bildeten sich Staus von bis zu zehn Kilometer Länge. Ein 34 Jahre alter Lastwagenfahrer fuhr mit seinem Gespann auf der mittleren der drei Spuren, als er durch einen technischen Defekt, so die Polizei, die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Das schleuderte nach links gegen die Betonschrammwand zwischen den beiden Richtungsfahrbahnen. Die Mulde kippte ebenso um wie die Zugmaschine, beide rutschten rund 47 Meter auf der Mauer entlang. Dabei fiel ein erheblicher Teil der Ladung aus Muttererde auf den Überholstreifen der A 59 in Richtung Köln. Ein entgegenkommendes Auto wurde leicht beschädigt. Ersthelfer eilten zu dem Führerhaus, um dem Fahrer zu helfen. Dabei zog sich ein Autofahrer eine Schnittverletzung zu.
Zunächst hatte es geheißen, dass der 34-Jährige eingeklemmt sei und weitere Wagen an dem Unfall beteiligt seien. Ein Großaufgebot der Feuerwehr eilte auf die Autobahn. Doch schnell war klar, dass das Opfer bereits befreit war und der Transporter keine anderen Fahrzeuge erfasst hatte. Die Einsatzkräfte streuten die ausgelaufenen Betriebsstoffe auf und sicherten die Unfallstelle in beiden Richtungen ab. Die Bergung gestaltete sich aufwändig, an dem Gefährt waren Achsen gebrochen. Außerdem musste die Erde von der Fahrbahn beseitigt werden. Es bildeten sich Staus von gut zehn Kilometer Länge zurück bis zum Kreuz Flughafen Köln/Bonn und rund fünf Kilometer in die Gegenrichtung.
