Troisdorf – Bis nach Bonn und Hennef war die dunkle Rauchwolke zu sehen, die am Sonntagnachmittag über dem Farnweg in Spich aufstieg. Einsatzleiter Ulrich Gasper ließ schon auf der Anfahrt zu der Einsatzstelle weitere Feuerwehrleute alarmieren. Als die ersten Kräfte kurz vor 16 Uhr eintrafen standen ein Auto, ein Holzunterstand, der offensichtlich als Werkstatt genutzt wurde, und eine gut drei Meter hohe Hecke in Vollbrand. Meter hoch schlugen die Flammen in den Himmel.
Der Nachbar des Hauses, der bei Bekannten Geburtstag feierte, hatte den Qualm bemerkt und sofort an seine Tauben gedacht, die in einem Verschlag neben der Hecke leben. Er rief den Notruf an und eilte zu seinem Grundstück, um die Tiere zu befreien. Dabei zog er sich eine leichte Rauchgasvergiftung zu, Notarzt und Rettungsdienst kümmerten sich um ihn.
Zuvor hatte er aber gemeinsam mit einem Feuerwehrmann versucht, die Tauben nach draußen zu holen. Doch die Vögel zogen sich ängstlich in die Ecken der Voliére zurück, noch näher zum Feuer hin. Glücklicherweise hatten parallel dazu Trupps unter Atemschutz den Brand schon weitgehend gelöscht, auch wenn immer wieder kleine Flammen aufloderten und die Schwaden gespenstisch vor dem Sonnenlicht in die Höhe zogen. Nackte, verkohlte Stümpfe blieben von den Pflanzen und den Balken des Carports übrig. Am Ende überprüften Wehrleute mit einer Wärmebildkamera auch das Haus auf Glutnester. Ein schönes Bild am Rand: Die Einsatzkräfte kamen selbst vom Zoch, einige hatten bunte Tattoos auf der Wange.
