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GroßfeuerBrandstiftung nicht ausgeschlossen

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Troisdorf – Nur eine verkohlte Ruine ist nach einem Großbrand von der Halle eines Gerüstbauunternehmens in Friedrich-Wilhelms-Hütte übriggeblieben. Um 2.19 Uhr am Samstagmorgen war der Feuerwehr lediglich brennendes Holz neben einer Lagerhalle an der Mendener Straße gemeldet worden. Doch als laut Feuerwehr die Gasflasche eines Gabelstaplers explodierte, geriet die gesamte Halle, in der auf 13 mal 27 Metern Fläche Gerüstteile lagerten und drei Lastwagen abgestellt waren, in Brand.

Um 3.55 Uhr wurde Stadtalarm ausgelöst. Rund 100 Wehrleute aus der ganzen Stadt rückten mit einer Drehleiter sowie Lösch- und anderen Fahrzeugen an. Das Feuer führte zu einer erheblichen Qualmentwicklung, der Brandgeruch war schon weitem wahrnehmbar. Menschen kamen durch das Feuer nicht zu Schaden.

Inhaber Hans Hamacher stand fassungslos vor den Trümmern. „Wir haben erst vor kurzem das Dach neu gemacht, sagte der Gerüstbauer, der das Unternehmen mit seinem Bruder Rolf führt. Die Hintergründe für den Brand sind mysteriös. Denn in die Geschäftsräume in einem Wohnhaus neben der Halle war in der gleichen Nacht offenbar eingebrochen worden. Eindringlinge hatten Kleidung aus den Spinden in einem Umkleideraum über den Boden verteilt und Wände sowie Fenster mit Shampoo aus dem Sanitärraum und einer schwarzen Masse, wohl Schuhcreme, beschmiert. „ITA“ war an einer Wand in großen Lettern zu entziffern, „tot“ auf der Glasscheibe einer Tür.

Hamacher konnte sich den Vandalismus nicht erklären. „Haben die hier Reichtümer erwartet?“ Persönliche Feinde habe er nicht, in dem Unternehmen mit zehn Beschäftigten habe es in letzter Zeit keine Unstimmigkeiten gegeben. Auch ein Loch, das Täter in den Maschendrahtzaun zum Hof hinübergeschnitten hatten, war ihm aufgefallen. Polizeibeamte nahmen unverzüglich die Ermittlungen auf, ein Beamter wollte Brandstiftung in der Nacht nicht ausschließen.

Hamacher hofft jetzt, dass die Versicherung für den Schaden aufkommt. „Wir müssen doch weiterarbeiten. Von dem Unternehmen hängen zwölf bis 13 Familien ab.“ Sein Bruder war zur Zeit des Brands noch im Urlaub – Hans Hamacher verschonte ihn bis zur Rückkehr am Samstagabend von den schlechten Nachrichten. „Was soll ich ihn denn im Urlaub verrückt machen.“

Die Löscharbeiten hatten sich außerordentlich schwierig gestaltet und bis Samstagmittag hingezogen. Bis zum Schienbein standen die Feuerwehrmänner, die vom Boden aus vorgingen, auf dem Hof vor der Halle im Löschwasser. Zudem wurde von einer Drehleiter aus gelöscht. Immer wieder entwickelten sich dicke Dampfwolken, wenn Wasser mit erhitzten Gerüstteilen in Kontakt kam.

Stadtbrandinspektor Dietmar Klein zufolge war die Halle bis unter das Dach mit Gerüstteilen aus Metall und vor allem mit Hunderten Holzplanken senkrecht vollgestapelt. Zwischen diesen entwickelten sich viele einzelne Glutnester. „Da kommen wir nur schlecht dran“, sagte Klein. Er hätte gerne weitere Drehleitern von Wehren aus den Nachbarkommunen eingesetzt, um von anderen Seiten aus zu löschen. Doch diese Variante schied aus, weil die Halle wegen der dichten Nachbarbebauung – darunter ein Gebäude, das früher der Lebenshilfe und heute der Bahn gehört – nicht angefahren werden konnte. „Es nützt alles nichts, da hilft nur Handarbeit“, so Klein. Am Morgen endlich konnten Feuerwehrmänner die verkohlten Planken aus der Halle schleppen – Knochenarbeit, noch dazu mit Atemschutzgeräten.