Bis zu 50 Prozent der Grundschulkinder im Rhein-Sieg-Kreis haben eine Zuwanderungsgeschichte. Die Unterschiede der Kommunen sind erheblich.
Rhein-Sieg-StatistikTroisdorf hat die meisten Grundschüler mit Zuwanderungsgeschichte

Vier von zehn Grundschulkindern im Rhein-Sieg-Kreis haben familiäre Wurzeln außerhalb Deutschlands.
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Der Rhein-Sieg-Kreis ist bunt und divers. Das zeigt sich auch in der Schulstatistik: Vier von zehn Grundschulkindern im Rhein-Sieg-Kreis haben zumindest einen Teil ihrer familiären Wurzeln im Ausland. Das geht aus den jetzt veröffentlichten Zahlen von IT.NRW für das vergangene Schuljahr 2025/26 hervor.
Der Anteil der Grundschülerinnen und Grundschüler im Kreis mit „Zuwanderungsgeschichte“ lag mit 40,6 Prozent deutlich unter dem Anteil der Kinder mit Zuwanderungsgeschichte im kompletten Regierungsbezirk Köln (45,1 Prozent) und im Land Nordrhein-Westfalen (47,4 Prozent). In absoluten Zahlen: 10.155 der Rhein-Sieg-Grundschulkinder hatten eine Zuwanderungsgeschichte, 14.845 hatten diese nicht.
Die Stadt Meckenheim ist linksrheinisch Spitzenreiter
In der amtlichen Schulstatistik haben Schülerinnen und Schüler eine Zuwanderungsgeschichte, wenn mindestens eines der folgenden Merkmale zutrifft: Das Kind ist im Ausland geboren und nach Deutschland zugewandert, mindestens ein Elternteil ist im Ausland geboren und nach Deutschland zugewandert oder die Verkehrssprache in der Familie ist nicht Deutsch. „Dabei“, teilt It.NRW, „können mehrere dieser Merkmale gleichzeitig auf eine Person zutreffen.“
Innerhalb des Rhein-Sieg-Kreises hat die Stadt Troisdorf sowohl absolut als auch prozentual den höchsten Anteil von Grundschulkindern mit Zuwanderungsgeschichte. Sie stellen hier ebenso wie im linksrheinischen Meckenheim mehr als 50 Prozent der Grundschülerinnen und Grundschüler. In Troisdorf haben mit 1640 Kindern 53,5 Prozent der insgesamt 3065 Grundschulkinder ihre familiären Wurzeln im Ausland, in Meckenheim trifft dies auf 560 der 1050 Grundschulkinder (53,3 Prozent) zu.
Much hat die wenigsten Grundschulkinder mit Zuwanderungsgeschichte
Mehr als 40 Prozent Grundschulkinder mit Zuwanderungsgeschichte gibt es außerdem in Siegburg (855 Kinder/49,0 Prozent), Sankt Augustin (1065/46,3), Bad Honnef (410/45,5), Hennef (905/42,5), Alfter (415/41,3) sowie Ruppichteroth (200/41,2).
Anteile zwischen 30 und 40 Prozent haben Lohmar (540/39,5), Niederkassel (655/38,4), Königswinter (605/38,0), Bornheim (720/36,2), Eitorf (285/35,9), Swisttal (275/32,8) und Rheinbach (335/32,5). Zwischen 20 und 30 Prozent liegen Wachtberg (245/29,6), Windeck (195/26,2) und Neunkirchen-Seelscheid (165/21,0). Mit einem Anteil von 13 Prozent (80 von insgesamt 630 Grundschulkindern) steht die Gemeinde Much am Ende der Tabelle.
NRW-weit schwanken die Anteile zwischen 65,5 Prozent in Gelsenkirchen und 26,0 Prozent in Coesfeld. Laut IT.NRW sind die Entwicklungen „unter anderem vor dem Hintergrund der Fluchtbewegungen infolge von Konflikten und politischer Instabilität in verschiedenen Regionen der vergangenen Jahre zu betrachten“. Insbesondere die Fluchtbewegungen im Zeitraum 2015 bis 2018 sowie seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Jahr 2022 hätten die Zusammensetzung der Schülerschaft mit Zuwanderungsgeschichte in den unterschiedlichen Schulformen und Altersgruppen beeinflusst.
