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TroisdorfGebühren für städtische Unterkünfte sollen steigen

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Blick auf das Rathaus in Troisdorf.

Die Satzung soll in der Sitzung des Stadtrats am 24. Februar verabschiedet werden. (Symbolbild)

Die Gesamtgrundfläche der Einrichtungen ist gewachsen – wer Geld verdient, zahlt selbst.

Rund 900 Menschen leben derzeit in städtischen Unterkünften in Troisdorf; Obdachlose, Aussiedler und Geflüchtete bewohnen aktuell 46 Einrichtungen im gesamten Stadtgebiet. Darunter sind kleinere Wohnhäuser, in denen bevorzugt Familien untergebracht werden; am anderen Ende der Skala stehen große Unterkünfte mit mehr als 240 Personen. Für alle werden sich in Zukunft wohl die Gebühren ändern.

Troisdorf: Gesamtgrundfläche der Einrichtungen um 18 Prozent gewachsen

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses lag den Mitgliedern der Entwurf für die geänderte Satzung vor. In der Sitzung des Stadtrats am 24. Februar soll sie verabschiedet werden. Eine Überprüfung und Anpassung sei gesetzlich vorgeschrieben, teilte die Beigeordnete Tanja Gaspers dem Ausschuss mit; seit der jüngsten Änderung seien neue Häuser hinzugekommen, andere seien aufgegeben, teilweise sogar abgerissen worden. Außerdem sei die Gesamtgrundfläche, die als Grundlage der Berechnungen dient, um 18 Prozent gewachsen.

Insgesamt stehen rund 8000 Quadratmeter zur Verfügung, die Gesamtkosten liegen, so die Beigeordnete in der Sitzung, bei rund fünf Millionen Euro. Das sind Aufwendungen unter anderem für Miete und Instandhaltung der Gebäude, Versicherungen oder Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner. Im Ergebnis soll die monatliche Grundgebühr von 14,85 Euro auf 17,30 Euro je Quadratmeter steigen. Die Nebenkosten steigen laut Entwurf von 2,41 Euro auf 3,46 Euro. Für Heizung und Strom werden demnach statt 1,76 Euro künftig 3,35 Euro fällig.

Zuschlag deutlich teurer, wenn Sicherheitspersonal im Einsatz ist

Erheblich teurer wird der Zuschlag in den Häusern, wo Sicherheitspersonal im Einsatz ist: von bislang 7,32 Euro je Quadratmeter und Monat auf künftig 15,25 Euro. „Wir werden an der Summe nicht viel ändern können“, antwortete die Beigeordnete auf eine entsprechende Frage aus der SPD-Fraktion. Aufgrund der Größe der beiden neu in Betrieb gegangenen Unterkünfte gebe es andere Mindestanforderungen. So müssten bei den regelmäßigen Rundgängen die Beschäftigten der Sicherheitsdienste immer zu zweit sein.

Adressat der Kostenrechnung für die Unterbringung sind meist die Jobcenter für Menschen, die von dort Leistungen beziehen. Einige wenige Personen müssten das Geld aus eigener Tasche aufbringen, so Gaspers. Wer Einkommen habe, sei grundsätzlich gehalten, sich anderswo eine Wohnung zu mieten. Handelt es sich um Asylbewerber, bleiben die Kosten bei der Stadt.