Höhepunkt im abgelaufenen Jahr war das Gastspiel der Star-Organistin Anna Lapwood.
Erfolgreiches JahrKunsthaus-Leiter hofft auf Rückkehr von Orgelstar Anna Lapwood nach Troisdorf

Kunsthaus-Leiter Frank Baquet blickt auf das wohl erfolgreichste Jahr in der Geschichte des Hauses zurück.
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2025 war das bislang wohl erfolgreichste Jahr in der Geschichte des Kunsthauses Troisdorf, berichtet der Leiter Frank Baquet: „Das wird in Zukunft schwer zu toppen sein.“ Neben den Ausstellungen und den Auftritten internationaler Jazz-Größen ragt vor allem das Konzert der britischen Ausnahme-Organistin Anna Lapwood heraus, das Baquet am 12. Oktober in der St. Johannes-Kirche organisiert hatte: „An diesem Abend hat alles gestimmt.“
Konzerte und Ausstellungen in Troisdorf waren gut besucht
Lapwood habe sich in der Sieglarer Kirche sehr wohlgefühlt und die dortige Orgel schon vor ihrem Auftritt reichlich in Anspruch genommen. Auch ist sie dort ihr neues Herzensprojekt, die Transkription der „Herr der Ringe“-Filmmusik angegangen. „Sie hatte bei uns das Rundum-Verwöhn-Paket bekommen“, sagt Baquet: Dazu gehörte auch, dass er bei McDonald’s den Lieblings-Snack der Organistin besorgte.
Ein Einsatz, der sich bezahlt machen könnte, denn es ist nicht ausgeschlossen, dass die mittlerweile für vier Jahre im Voraus ausgebuchte Künstlerin nach Troisdorf zurückkehrt: „Das Management hat sich bedankt, wir wollen in Kontakt bleiben.“ Derzeit bemüht sich Baquet um ein international renommiertes Vokal-Ensemble, das 2027 in Troisdorf auftreten könnte. Ebenfalls gut gelaufen sind die Konzerte, die im Kunsthaus selbst stattgefunden haben – zum Beispiel von Concerto Köln und Lukas Sestak, sowie die verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen.

Eine Arbeit von Masoud Sadedin, der 2026 im Kunsthaus eine Einzelausstellung bekommt.
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Für 2026 stehen schon über 20 Jazz- und Klassik-Konzerte im Kunsthaus fest, es dürften aber noch einige dazukommen. „Wir sind inzwischen in der Szene bekannt. Wenn ich Anfragen von guten und interessanten Künstlern bekomme, kann ich schlecht Nein sagen“, meint der Hausherr. Auch diese Konzerte werden weiterhin ohne Eintritt und gegen Hut-Spenden der Zuschauer stattfinden, ein Konzept, das sich für viele Musiker durchaus rechnet. Befeuert vom Erfolg des Lapwood-Konzerts werden die Troisdorfer Orgeltage mit drei Konzerten renommierter Organisten nun jährlich stattfinden.
Zudem sind sechs Ausstellungen im Kunsthaus vorgesehen. Den Auftakt bildet am 11. Januar traditionell die Schau „Piccolo“ mit kleinen Formaten und etwa 13 Künstlern aus der Region. Es folgt im April eine Ausstellung zum 85. Geburtstag der Künstlerin Rosemarie Stuffer aus Much, danach bekommt Masoud Sadedin, der sein Atelier im Kunsthaus hat, eine Einzelausstellung anlässlich seines 70. Geburtstags.
Mehr Platz für Zuschauer und Bilder durch flexible Wand
2025 hatte es zudem bauliche Veränderungen im Kunsthaus gegeben. Die starre Wand in der Mitte des Raums wurde durch eine hochwertige flexible Lösung ersetzt, die gerade bei den Konzerten mehr Platz für Zuschauer möglich macht. Bei Ausstellungen kann die Wand wieder eingesetzt und als zusätzliche Präsentationsfläche genutzt werden. Zudem wurde mit Unterstützung des Fördervereins eine App-gesteuerte Lichtanlage installiert, die bei den Konzerten die Musiker optimal aussehen lässt und die ihre ersten Bewährungsproben bereits bestanden hat.
Auf Baquets Wunschzettel steht noch ein kleiner Anbau als Lagerfläche für die inzwischen angeschafften 80 zusätzlichen Stühle und einen Flügel, der im Kunsthaus noch schmerzlich vermisst wird. Ob dieser Wunsch angesichts der angespannten Troisdorfer Haushaltslage in absehbarer Zeit umgesetzt wird, scheint aber nicht sehr wahrscheinlich.
Alle bislang im Kunsthaus geplanten Konzerte sind bereits online nachzulesen.

