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Vögel im Rhein-Sieg-KreisLieblingsrevier der Rotmilane

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Rhein-Sieg-Kreis – Der Rotmilan fühlt sich im Rhein-Sieg-Kreis ganz besonders wohl. Der Greifvogel hat hier eine der höchsten Brutdichten seiner Art. Über die Hälfte des Weltbestandes der Rotmilane lebt zudem in Deutschland. „Daraus ergibt sich für uns und insbesondere auch für den Rhein-Sieg-Kreis eine große Verantwortung zum Erhalt dieser Vögel“, so Dieter Steinwarz, Leiter der Biologischen Station des Kreises.

Vor genau zehn Jahren führten die Umweltexperten deshalb eine kreisweite Umfrage durch. Die Bürger wurden aufgerufen, Rotmilane zu melden, die sie am Himmel fliegen sehen. „Die Resonanz war mit fast 500 Meldungen hervorragend“, so Dieter Steinwarz. Im Folgejahr wurden dann durch beauftragte Vogelkundler anhand der Meldedaten fast 50 Brutreviere der Rotmilane ermittelt.

Jetzt wurde die Umfrage wiederholt. „Das Ergebnis war beeindruckend. Per Telefon, Post oder E-Mail erreichten uns über tausend Meldungen von gesichteten Rotmilanen“, sagt Dieter Steinwarz. . Die Mitarbeiter der Biologischen Station hätten damit aber eine hervorragende Grundlage für die im Jahr 2015 geplanten Brutrevieruntersuchungen durch Vogelkundler. „Wir sind gespannt auf das Ergebnis, auch im Vergleich zu 2005.

Die auch bundesweit betrachtet herausragende Bedeutung des Rhein-Sieg-Kreises für den Rotmilan wurde aber bereits bestätigt“, so der Leiter der Biologischen Station. „Für dieses enorme Engagement möchten wir uns bei den Bürgern ganz herzlich bedanken. Es bestätigt die allgemein große Sympathie für diesen eleganten Greifvogel und den Willen, beim Erhalt dieser Art mitzuwirken“. Die Umfrage hätte sicherlich auch den positiven Nebeneffekt gehabt, dass sich viele mit Greifvögeln beschäftigt haben und auf diese Tiere verstärkt aufmerksam wurden.

Auf der Karte sind die gemeldeten Sichtungen dargestellt. Der Rotmilan hat seinen Verbreitungsschwerpunkt in den hügeligen Landschaften des Rhein-Sieg-Kreises, wurde aber auch in den Niederungen beobachtet.

Im Rhein-Sieg-Kreis ist auch noch der Schwarzmilan heimisch. Sein Schwanz ist allerdings schwächer gegabelt – daran ist er zu erkennen. „Von der Population ist er hier sogar seltener als der Rotmilan“, sagt Klaus Weddeling von der Biologischen Station. Aber da dieser Vogel weltweit stark verbreitet sei, unter anderem auch in Asien, sei er nicht so gefährdet wie der Rotmilan.