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WettereckeDie Kälte kommt zurück – frostige Zeiten für den Rhein-Sieg-Kreis

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Ein Haussperling sitzt auf mit Raureif überzogenen Ästen: Im Rhein-Sieg-Kreis wird es wieder frostig.

Ein Haussperling sitzt auf mit Raureif überzogenen Ästen: Im Rhein-Sieg-Kreis wird es wieder frostig.  

Tiefstwerte von bis zu Minus zehn Grad sind möglich. Das prognostiziert Meteorologe Dr. Karsten Brandt in seiner regelmäßig bei uns erscheinenden Kolumne.

Voraussichtlich steht uns erneut eine markante Kältephase bevor. Die Temperaturen könnten wieder das Niveau erreichen, das wir bereits Anfang Januar erlebt haben – mit Tiefstwerten von bis zu minus zehn Grad.

Zunächst bewegen sich die Temperaturen im Verlauf dieser Woche noch in einem moderateren Bereich. Tagsüber werden Werte zwischen minus ein und plus fünf Grad erwartet. Dabei sind zeitweise geringer Schneeregen oder leichter Schneefall bis zum Wochenende möglich. Von Westen her versuchen zwar Tiefdruckgebiete Einfluss zu nehmen, sie kommen jedoch gegen ein ausgeprägtes Hochdruckgebiet über Osteuropa kaum an.

Deutlicher Temperaturrückgang ab Sonntag bis in die erste Hälfte der kommenden Woche

In der Folge setzt sich wieder deutlich kältere Luft durch. Die aktuell mildere Luft wird verdrängt, sodass ab dem Wochenende, insbesondere ab Sonntag bis in die erste Hälfte der kommenden Woche, ein deutlicher Temperaturrückgang zu erwarten ist. Dann sinken die Tageshöchstwerte im Rhein-Sieg-Kreis auf etwa null Grad, nachts sind Temperaturen zwischen minus fünf und minus zehn Grad möglich. Diese Wetterlage dürfte den Beginn der nächsten Woche prägen.

Karsten Brandt

Karsten Brandt

Karsten Brandt, geboren 1973 in Bonn, interessierte sich schon als Kind für das Wetter: 1987 baute er bereits eine eigene Wetterstation auf. Nach Preisen bei „Jugend forscht“ machte er mit 17 Jahren s...

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Der Januar 2026 könnte somit bis zu ein Grad zu kalt ausfallen im Vergleich zum langjährigen Mittel, mit einem hochgerechneten Tagestemperaturmittel von knapp zwei Grad an unserer Wetterstation am Rotter See in Troisdorf.

Die niedrigen Temperaturen bedeuten für Privathaushalte zwar hohe Heizkosten, aus landwirtschaftlicher Sicht etwa bringen sie jedoch auch Vorteile: So kann anhaltender Frost Schädlinge und Krankheitserreger im Boden reduzieren. Er trägt dazu bei, Wintergetreide in eine stabile Vegetationsruhe zu versetzen. Zudem hilft kalte, trockene Witterung dabei, die Vegetation vor einem zu frühen Austrieb zu schützen, der bei späteren Kälteeinbrüchen zu erheblichen Frostschäden führen könnte.

Bemerkenswert ist zudem die erneute Entwicklung hin zu Trockenheit. Zwar gab es zuletzt etwas Schnee und Regen, die Niederschlagsmengen blieben jedoch insgesamt sehr gering. Ein Blick auf die aktuellen Wettermodelle bis zum Monatsende und teilweise sogar bis in den Februar hinein zeigt: Über Mitteleuropa wird weiterhin nur wenig Niederschlag erwartet – weder nennenswerter Regen noch Schnee.

Diese anhaltende Trockenheit könnte sich im weiteren Jahresverlauf, insbesondere im Sommer, problematisch auswirken.

Die Kälte kommt zurück, prognostizert Dr. Karsten Brandt. Auf der Karte sieht man erwartete Lufttemperaturen für den 26. Januar.

Die Kälte kommt zurück, prognostizert Dr. Karsten Brandt. Auf der Karte sieht man erwartete Lufttemperaturen für den 26. Januar.