Ein Auszug aus dem Gästebuch liest sich wie das „Who is who“ der Prominenz. Helmut Kohl (†87), Angela Merkel (72), Tina Turner (†83) oder Berti Vogts (79) zählten zu den Gästen. Während das Restaurant-Geschäft weiterläuft, ist die Pasta Sassella Tartero GmbH aus Rheinbach (NRW) bei Köln insolvent.
Das Amtsgericht Bonn eröffnete bereits am 1. Oktober das Insolvenzverfahren gegen den bekannten Nudel-Hersteller.
Nudelfabrik insolvent – bekanntes Restaurant nicht betroffen
Als Grund werden Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung genannt. Hinter der Firma stehen zwei Brüder, die in der Region als Gastronomen bekannt wurden: Seit Anfang der 1990er-Jahre betrieben sie das Restaurant „Sassella“ im Bonner Stadtteil Kessenich. Das berichtet der „Bonner General-Anzeiger“.
Aus dem Restaurant-Erfolg entstand 1997 die Nudelfabrik: Weil immer mehr Freunde und Kollegen die frische Pasta der Brüder kaufen wollten, gründeten sie ihr eigenes Unternehmen.
Sassella: Pasta aus traditioneller Bronzepresse
Die Pasta wird nach eigenen Angaben bis heute mit einer traditionellen Bronzepresse hergestellt – beliefert werden bundesweit Feinkostläden, Restaurants, Hotels und Supermärkte, darunter auch die Ketten Rewe und Edeka.
2025 zogen sich die Brüder nach über 30 Jahren aus der Gastronomie zurück. Das Restaurant in Kessenich läuft unter Führung eines Familienmitglieds weiter und ist von der Insolvenz nicht betroffen – die Nudelfabrik dagegen schon.
Wie es dazu kam und wie es weitergeht, ist offen: Die Insolvenzverwalterin wollte bisher keine Auskunft geben. Auch wie viele Jobs auf dem Spiel stehen, ist bislang nicht bekannt.
Termin zur Gläubigerversammlung, in der auf der Grundlage eines Berichts der Insolvenzverwalterin über den Fortgang des Verfahrens beschlossen wird, ist am Dienstag (17. November) im Gebäude des Amtsgerichts Bonn. (mt)
