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Heißluftfritteusen TrendWarum ein Airfryer sinnvoll ist – obwohl Sie einen Backofen haben

7 min

Der klassische Backofen benötigt mehr Zeit und Energie. Der Airfryer setzt auf kompakte Effizienz und schnellere Garergebnisse – zwei unterschiedliche Ansätze für die tägliche Küche.

Der Airfryer ist längst mehr als ein Hype-Produkt. Doch die berechtigte Frage bleibt: Braucht es wirklich ein zusätzliches Gerät?

Die Airfryer-Kategorie erlebt einen stabilen Aufwärtstrend und ist längst in deutschen Haushalten angekommen. Doch viele Verbraucher stellen sich die berechtigte Frage: Wenn ich bereits einen Backofen habe, warum sollte ich mir zusätzlich ein Airfryer-Gerät anschaffen? Der folgende Artikel beleuchtet die konkreten Unterschiede und zeigt auf, in welchen alltäglichen Situationen ein Airfryer tatsächlich eine praktische und zeitsparende Ergänzung darstellt.

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Wie ein Airfryer anders arbeitet als Ihr Backofen

Der zentrale Unterschied liegt in der Garweise. Ihr klassischer Backofen arbeitet mit Heizelementen, die einen großen Innenraum erwärmen und die Hitze eher gleichmäßig verteilen. Ein Airfryer nutzt dagegen ein völlig anderes Prinzip: Ein starker Ventilator wirbelt Heißluft mit hoher Geschwindigkeit in einem kompakten Behälter auf. Diese Heißluft strömt intensiv um das Gargut herum und umhüllt es von allen Seiten quasi wie ein Wirbelsturm. Dieser Unterschied mag zunächst technisch klingen, führt aber in der Praxis zu ganz handfesten Vorteilen beim alltäglichen Kochen.

Zeit sparen beim täglichen Kochen – Das stärkste Argument

Hier zeigt sich der eigentliche Grund, warum viele Haushalte zusätzlich zum Backofen einen Airfryer anschaffen. Die Garzeit ist deutlich kürzer. Tiefgekühlte Pommes benötigen im Airfryer etwa 15 bis 18 Minuten, im Backofen dagegen 25 bis 30 Minuten. Ähnlich sieht es bei Hähnchenschnitzeln, Kroketten oder tiefgekühlten Gemüsesticks aus: Der Airfryer ist typischerweise 30 bis 50 Prozent schneller.

Das hat mehrere Effekte: Erstens bedeutet die kürzere Garzeit auch weniger Wartezeit im Alltag. Wer nach der Arbeit schnell etwas auf den Tisch bringen möchte, spart mit dem Airfryer tatsächlich Zeit. Zweitens verbraucht der Airfryer wegen der kürzeren Betriebsdauer und des kleineren Volumens weniger Energie pro Garportion. Das schont auch die Geldbörse.

Ein wichtiger Punkt: Der Airfryer ist ein Ergänzungsgerät, nicht ein Ersatz. Eine Familie mit fünf Personen wird immer auch den Backofen brauchen, um größere Mengen zu garen. Aber für den täglichen Einsatz, für Reste und für schnelle Mittagessen bietet ein Airfryer echten Mehrwert.

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Knusprigkeit ohne Öl – Ein zweiter Vorteil für den Alltag

Ein weiterer Grund, warum sich ein Airfryer in vielen Haushalten bewährt: Die intensive Heißluftumwälzung führt zu knusprigen Oberflächen, ohne dass man viel Öl hinzufügen muss. Kartoffelsticks, Gemüsechips oder frittierte Speisen werden in wenigen Minuten kross und golden – ähnlich wie in einer Fritteuse, aber mit deutlich weniger Fett.

Im Backofen dauert dieser Prozess länger, und oft wird das Ergebnis nicht so knusprig, sondern eher trocken oder unansehnlich. Das Aufwärmen von Pizza ist im Airfryer ebenfalls eine Überraschung: Während die Pizza im Backofen oft wieder zäh wird oder die Krusten austrocknen, bleibt sie im Airfryer bemerkenswert frisch und knusprig.

Allerdings hat der Backofen auch seine Stärken: Bei empfindlichen Speisen wie selbstgebackenem Kuchen oder Brot, wo es auf sanfte, gleichmäßige Hitze ankommt, ist der Backofen nach wie vor die bessere Wahl.

Komfortable Handhabung im Alltag

Ein oft unterschätzter Vorteil ist die Handhabung. Ein Airfryer ist kompakt und steht auf der Arbeitsfläche, immer griffbereit für Spontanentschlüsse. Den Backofen anzuheizen ist dagegen eine bewusstere Entscheidung – man muss sich bücken, die Tür öffnen, möglicherweise Schalen herausnehmen.

Auch die Reinigung ist einfacher: Airfryer-Körbe oder -Schalen lassen sich herausnehmen und in der Spülmaschine reinigen. Der Backofen erfordert mehr Handgriffe, und bei stärkeren Verschmutzungen auch deutlich mehr Aufwand. Das klingt nach einer Kleinigkeit, macht im Alltag aber einen merklichen Unterschied. Wenn Ihre Familie mehrmals pro Woche tiefgekühlte Speisen zubereitet, sind diese Kleinigkeiten tatsächlich relevant.

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Diese Gerichte sollten Ihnen den Kauf nahebringen

Ein Airfryer zeigt seine stärkste Seite bei Speisen, die Sie regelmäßig zubereiten: tiefgekühlte Kartoffelprodukte und Pommes, Hähnchen-Wings, Schnitzel, Falafel, Kroketten, Gemüsesticks und frittierte Reste jeglicher Art. Wenn Ihr Haushalt solche Speisen zwei, drei Mal pro Woche auf den Tisch bringt, amortisiert sich ein Airfryer schnell durch Zeiteinsparungen und Energieeinsparungen.

Auch wer regelmäßig Restessen aufwärmen muss – Pizza vom Vortag, Bockwurst, Fleischreste – wird schnell ein Fan. Im Airfryer werden solche Dinge in wenigen Minuten wieder ansehnlich und appetitlich.

Der Backofen bleibt weiterhin unverzichtbar für große Mengen, für selbstgebackenes Brot oder Kuchen, und für alle Speisen, die längere, sanfte Garvorgänge benötigen.

Das sollten Sie realistisch einschätzen

Ein wichtiger Punkt: Der Airfryer ersetzt Ihren Backofen definitiv nicht. Die Garmenge ist begrenzt – in der Regel fasst ein Airfryer-Korb genug für zwei, maximal drei Personen. Wer regelmäßig für fünf oder mehr Personen kocht, wird den Backofen weiterhin brauchen. Der Airfryer ist ein zusätzliches Gerät für häufig wiederkehrende Aufgaben, nicht ein universeller Ersatz.

Auch beim Preis sollten Sie rechnen: Ein solides Airfryer-Modell liegt zwischen 80 und 150 Euro, hochwertige Geräte auch bis 300 Euro. Diese Investition macht nur Sinn, wenn Sie das Gerät mindestens zwei bis drei Mal pro Woche nutzen. Wenn Sie selten tiefgekühltes Essen zubereiten und meistens nur große Portionen kochen, ist die Anschaffung eher nicht wirtschaftlich.

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Für wen lohnt sich die Anschaffung wirklich?

Letztendlich sind Airfryer und Backofen komplementäre Geräte – nicht konkurrierend, sondern ergänzend. Der Backofen bleibt unverzichtbar. Ein Airfryer bietet echten Mehrwert in diesen Situationen:

  1. Sie haben wenig Zeit und möchten schneller kochen.
  2. Sie bereiten regelmäßig tiefgekühlte Speisen zu.
  3. Sie möchten komfortabel und schnell Reste aufwärmen.
  4. Ihnen ist eine einfache Reinigung wichtig.
  5. Sie möchten beim Energieverbrauch sparen.

Für Sie macht ein Airfryer dagegen wenig Sinn, wenn Sie hauptsächlich für größere Gruppen kochen, wenn Sie selten tiefgekühlte Lebensmittel nutzen, oder wenn Sie Ihre Küche aus platztechnischen Gründen nicht erweitern können.

Ob sich die Anschaffung für Sie persönlich lohnt, hängt also nicht davon ab, dass Sie einen Backofen haben – sondern allein davon, wie Ihre alltäglichen Kochgewohnheiten aussehen.

Drei beliebte Modelle im Überblick

Falls Sie sich nun doch für die Anschaffung interessieren, sind hier drei Airfryer-Modelle, die sich in deutschen Haushalten bewährt haben und in verschiedenen Preisklassen erhältlich sind.

Ninja Max Pro – Der Einstieg

Der Ninja Max Pro ist das beliebte Einstiegsmodell für alle, die nicht viel Platz haben und trotzdem nicht auf Funktionalität verzichten möchten. Mit 6,2 Litern Fassungsvermögen bietet das Gerät Platz für zwei bis drei Personen. Es verfügt über sechs Kochfunktionen – Heißluftfrittieren, Max Crisp, Braten, Backen, Aufwärmen und Dörren – und eine Temperaturspanne von 40 bis 240 Grad Celsius. Der Ninja Max Pro überzeugt durch sein kompaktes Design, die einfache Bedienung und das gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Die herausnehmbaren Teile gehen in die Spülmaschine, was die Reinigung erheblich vereinfacht. Das Modell ist bereits ab rund 100 bis 120 Euro erhältlich.

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Philips Airfryer 3000 Series – Der zuverlässige Klassiker

Die Philips 3000 Series ist einer der beliebtesten Airfryer auf dem Markt und für gute Gründe bekannt: Das Gerät arbeitet mit Philips' bewährter Rapid-Air-Technologie und liefert konstant knusprige Ergebnisse. Mit etwa 6 bis 6,5 Litern Fassungsvermögen richtet sich auch dieses Modell an Haushalte mit zwei bis vier Personen. Der Philips Airfryer ist intuitiv bedienbar, spülmaschinengeeignet und bietet mehrere Automatikprogramme. Das Design ist klassisch und unauffällig – es passt in jede Küche. Der Preis liegt zwischen 120 und 150 Euro, je nach aktuellem Angebot.

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Cosori Turboblaze – Der schnelle Kraftprotz

Wer es eilig hat, greift zum Cosori Turboblaze. Dieses Modell arbeitet mit einer DC-Motor-Technologie und bereitet Speisen bis zu 46 Prozent schneller zu als herkömmliche Airfryer. Mit sechs Litern Fassungsvermögen bietet es eine gute Balance zwischen Kompaktheit und Kapazität. Der Cosori Turboblaze ist besonders energieeffizient, leise im Betrieb und verfügt über eine PFAS-freie Keramikbeschichtung – ein Plus für alle, die Wert auf Gesundheit und Nachhaltigkeit legen. Das Modell kostet im Regelpreis etwa 120 bis 130 Euro und ist oft zu reduzierten Preisen erhältlich.

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Fazit: Ein durchdachter Schritt für den Alltag

Die Frage, ob Sie sich einen Airfryer zusätzlich zum Backofen anschaffen sollen, lässt sich nicht pauschal mit Ja oder Nein beantworten. Es kommt darauf an, wie oft Sie tiefgekühlte Speisen zubereiten, wie viel Wert Sie auf schnelle Mahlzeiten legen und ob Sie die Reinigung lieber einfach haben möchten. Der Airfryer ist kein Wundergerät, das den Backofen ersetzt, sondern ein cleverer Helfer für den Alltag.

Wenn Sie regelmäßig Pommes, Nuggets, Kroketten oder Reste aufwärmen, wird sich die Investition schnell amortisieren – durch eingesparte Zeit, geringere Energiekosten und mehr Komfort bei der täglichen Zubereitung. Drei namhafte Hersteller wie Ninja, Philips und Cosori bieten Modelle in unterschiedlichen Preiskategorien an, sodass auch kleinere Budgets eine gute Option finden.

Am Ende ist ein Airfryer eine sinnvolle Ergänzung für alle, die ihre Küchenroutine effizienter gestalten möchten – nicht weniger, aber auch nicht mehr. Ob es für Ihren Haushalt passt, hängt von Ihren eigenen Gewohnheiten ab. Probieren ist schwer, aber wenn Sie die Gelegenheit haben, einen Airfryer bei Freunden oder Familie zu testen, lohnt sich das – vielleicht überzeugt Sie der Praxistest ja selbst.

Zum Mitnehmen

Ein Airfryer macht Sinn, wenn Sie häufig schnell kochen möchten, tiefgekühlte Speisen regelmäßig auf den Tisch bringen und Wert auf unkomplizierte Reinigung legen. Er ersetzt Ihren Backofen nicht, ergänzt ihn aber sinnvoll. Die Investition ab rund 100 Euro rentiert sich durch Zeiteinsparungen und niedrigere Energiekosten. Ob Sie sich einen Airfryer holen, sollten Sie letztendlich nach Ihren persönlichen Kochgewohnheiten entscheiden – nicht danach, dass Sie bereits einen Backofen haben.