Ninja ist die meistgekaufte Heißluftfritteusen-Marke der Welt.
Meistverkaufte Heißluftfritteusen-MarkeNinja wirbt mit Marktanalysen-Ergebnis der Euromonitor International Ltd

Die meistverkaufte Heißluftfritteusen-Marke im Check.
Copyright: Hintergrund: Gemini 2.5 Flash Image / Produktbilder via sharkninja.de
SharkNinja stellt Ninja auf der eigenen Air-Fryer-Landingpage als meistgekaufte Heißluftfritteusen-Marke der Welt dar. Grundlage soll eine Marktanalyse von Euromonitor International sein. Wir ordnen ein, was die Aussage bedeutet, welche Modelle aktuell auf der Seite angeboten werden und wie belastbar das Versprechen für Ihre Kaufentscheidung ist.
Der Claim auf der Ninja-Landingpage
Auf der Air-Fryer-Seite von SharkNinja steht prominent: „Ninja ist die meistgekaufte Heißluftfritteusen-Marke der Welt.“ Das Sternchen verweist auf folgende Quellenangabe: „Quelle: Euromonitor International Ltd, Haushaltsgeräte, Ausgabe 2026, Einzelhandelsabsatz nach Volumen (Stück), gemäß der Kategoriedefinition Heißluftfritteusen, Daten für 2025.“
Damit ist der Claim zunächst enger, als es die große Überschrift vermuten lässt. Er bezieht sich nicht auf einen Produkttest, eine Qualitätswertung oder die Zufriedenheit von Nutzerinnen und Nutzern. Gemeint ist der weltweite Einzelhandelsabsatz nach Stückzahl innerhalb der von Euromonitor definierten Kategorie „Heißluftfritteusen“. Ninja soll im Jahr 2025 also mehr Geräte verkauft haben als jede andere Marke, die in dieser Auswertung berücksichtigt wurde.
Die vollständige Marktanalyse von Euromonitor liegt auf der Landingpage nicht offen vor. Dadurch lassen sich aus dem Hinweis weder der genaue Marktanteil noch der Abstand zur zweitplatzierten Marke ablesen. Auch der Umsatz, die durchschnittlichen Verkaufspreise und die Verteilung auf einzelne Länder gehen aus der Quellenangabe nicht hervor. Der Claim ist deshalb als Verkaufsrang nach Menge zu verstehen – nicht als Beweis dafür, dass Ninja bei jedem Modell die beste Qualität oder das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.
Was Platz eins nach Stückzahl tatsächlich bedeutet
Ein hoher Absatz ist trotzdem nicht bedeutungslos. Er kann darauf hindeuten, dass die Marke international gut verfügbar ist, viele Händler beliefert und unterschiedliche Preis- und Größenklassen abdeckt. Genau diese breite Aufstellung ist bei Ninja erkennbar: Das Sortiment reicht von kompakten Einzelfach-Geräten für kleinere Haushalte bis zu größeren Modellen mit zwei Garräumen und Varianten wie der FlexDrawer- oder CRISPi-Reihe.
Ein Stückzahl-Ranking kann außerdem durch starke Präsenz im Handel, zeitweise reduzierte Preise und eine hohe Markenbekanntheit unterstützt werden. Es sagt allerdings nicht, ob ein Gerät besonders langlebig ist, wie gleichmäßig es gart oder wie gut sich die Schublade im Alltag reinigen lässt. Ebenso wenig lässt sich daraus ableiten, dass Ninja in jedem Land oder in jedem Preissegment an der Spitze liegt.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist die Aussage daher ein Hinweis auf die Marktstärke der Marke. Die konkrete Kaufentscheidung sollte sich zusätzlich am einzelnen Modell, am Fassungsvermögen, an der Bedienung, am Energieverbrauch und an unabhängigen Tests orientieren.
Diese Ninja-Modelle sind aktuell auf der verlinkten Seite zu sehen
In der von uns geprüften Kategorieansicht mit dem Filter „Einzelfach“ waren am 15. September 2026 drei Modelle gelistet. Die Ninja Heißluftfritteuse Max Pro 6,2 L AF180EU wurde mit 109,99 Euro angezeigt. Als vorheriger Preis waren 149,99 Euro angegeben. Das Modell bietet laut Kategorieansicht sechs Zubereitungsfunktionen und ist für ein bis vier Personen ausgelegt.
Die Ninja Heißluftfritteuse AF110EU war mit 99,99 Euro gelistet. Die Produktseite beschreibt sie als kompaktes Gerät mit mehreren Funktionen zum Heißluftfrittieren, Braten, Aufwärmen und Dörren. Die Ninja Heißluftfritteuse PRO AF140EU kostete in derselben Ansicht 89,99 Euro; als vorheriger Preis wurden 129,99 Euro genannt. Sie ist ebenfalls als Einzelfach-Modell für kleinere Haushalte positioniert.
Bei den Kapazitätsangaben des AF110EU fällt eine Abweichung auf: In der Kategorieansicht wird das Gerät mit 4,2 Litern geführt, während der Produktname und die Produktbeschreibung auf der Detailseite 4,7 Liter nennen. Diese Angabe sollte vor einer Veröffentlichung oder Verlinkung noch einmal direkt im Shopsystem geprüft werden. Preise, Verfügbarkeit und Rabattdarstellungen können sich zudem kurzfristig ändern.
Preis-Leistungs-Verhältnis: Der AF180EU wirkt auf dem Papier am ausgewogensten
Vergleicht man ausschließlich die auf der Seite genannten Preise und Kapazitäten, bietet der AF180EU, Ninja Heißluftfritteuse Max Pro 6,2 L, für rund 110 Euro den größten Garraum der drei gefilterten Einzelfach-Modelle. Der Aufpreis von etwa zehn bis 20 Euro gegenüber den kleineren Geräten fällt relativ gering aus, während das Fassungsvermögen deutlich höher liegt. Für einen Zwei-Personen-Haushalt kann das allerdings auch bedeuten, dass das Gerät mehr Stellfläche benötigt und nicht immer vollständig ausgelastet wird.
Der AF110EU, Ninja Heißluftfritteuse 4,7 l, und der AF140EU, Ninja Heißluftfritteuse PRO 4,7 L, liegen preislich näher am Einstiegsbereich. Sie passen eher zu Einzelpersonen, Paaren oder Haushalten, die vor allem kleinere Portionen, Beilagen und Snacks zubereiten möchten. Der niedrigere Preis geht mit einem kleineren Garraum und weniger Funktionen einher. Das ist nicht automatisch ein Nachteil: Wer keine zwei Garräume und keine große Kapazität benötigt, bezahlt nicht für Ausstattung, die im Alltag ungenutzt bleibt.
Ein Preisvergleich mit anderen Marken fehlt in der Landingpage-Ansicht. Deshalb wäre es nicht belegbar, Ninja pauschal als besonders günstig zu bezeichnen. Die aktuelle Preisstruktur spricht eher für eine klare Produktleiter: Ein günstiger Einstieg soll die Marke zugänglich machen, während größere, leistungsstärkere oder technisch anders konzipierte Modelle höhere Preise erreichen.
Wie gut ist die Qualität?
Die technischen Daten sprechen bei den genannten Geräten für eine vielseitige Grundausstattung. Der AF180EU beziehungsweise die bauähnliche beziehungsweise länderspezifisch bezeichnete AF180DE wird bei Stiftung Warentest mit einem Garraum von 6,2 Litern, 2.000 Watt, einem Temperaturbereich von 40 bis 240 Grad Celsius und einem spülmaschinengeeigneten Garkorb geführt. Das sind brauchbare Eckdaten für typische Gerichte wie Pommes, Gemüse, Hähnchen oder Aufbackbrötchen. Technische Ausstattung allein ersetzt jedoch keinen Praxistest.
Stiftung Warentest führt in ihrer aktuellen Übersicht insgesamt fünf Ninja-Modelle. Für den AF180DE ist auf der öffentlich zugänglichen Produktseite die Teilnahme am Untersuchungsprogramm „Heißluftfritteusen 01/2025“ dokumentiert; das vollständige Qualitätsurteil und die Detailnoten sind dort jedoch nicht frei einsehbar. Aus dieser Quelle lässt sich deshalb die Testteilnahme, nicht aber eine konkrete Gesamtnote ableiten.
Ninja selbst wirbt bei einzelnen Modellen mit der AirCrisp-Technologie, schnell zirkulierender Heißluft und der Zubereitung mit wenig oder keinem Öl. Solche Angaben beschreiben die Funktionsweise und stammen vom Hersteller. Sie bedeuten nicht, dass jedes Lebensmittel automatisch gesund ist. Wie viel Fett und Energie tatsächlich eingespart werden, hängt unter anderem vom Vergleichsgerät, vom Gericht, von der Portion und vom gewählten Programm ab.
Die Qualität ist damit modellabhängig. Ninja scheint bei Ausstattung, Temperaturbereich und Variantenbreite gut aufgestellt zu sein. Ob ein bestimmtes Gerät im Alltag gleichmäßig gart, leise arbeitet und dauerhaft zuverlässig bleibt, sollte aber anhand des jeweiligen Tests und nicht allein anhand des Markennamens beurteilt werden.
Das Marketing von Ninja: ein klarer, gut platzierter Beweisanker
Marketingstrategisch ist die Platzierung des Euromonitor-Hinweises geschickt. Der Satz „meistgekaufte Heißluftfritteusen-Marke der Welt“ steht direkt im Umfeld der Produktauswahl und liefert eine einfache Orientierung: Wer eine bekannte Marke sucht, bekommt sofort einen vermeintlich objektiven Grund für Ninja. Die Quellenangabe mit einem bekannten Marktforschungsunternehmen verleiht dem Claim zusätzliche Autorität.
Gleichzeitig bleibt die Aussage kurz genug, um im schnellen Online-Kaufprozess zu funktionieren. Die Einschränkung „nach Volumen, Stück, Daten für 2025“ steht erst im Sternchen. Genau deshalb ist die redaktionelle Einordnung wichtig: Der Claim ist nicht falsch, wenn die Euromonitor-Auswertung tatsächlich zu diesem Ergebnis kommt. Er ist aber missverständlich, wenn Leserinnen und Leser daraus automatisch „beste Qualität“, „Testsieger“ oder „günstigster Anbieter“ ableiten.
Auch die übrige Gestaltung folgt einem nachvollziehbaren Muster. SharkNinja verbindet den Markenclaim mit Filtern nach Einzelfach, Doppelfach, Glas und weiteren Produktmerkmalen. Hinzu kommen Preisreduzierungen, ein Newsletter-Rabatt, kostenlose Lieferung und Rücksendung sowie eine große Auswahl an Kapazitäten und Funktionsumfängen. Die Produktnamen wie „Max Pro“, „Dual Zone“, „FlexDrawer“ und „CRISPi“ schaffen dabei unterscheidbare Unterserien und erleichtern die Orientierung innerhalb des eigenen Sortiments.
Ob Ninja damit „gut“ im Marketing ist, lässt sich nicht allein aus einer Landingpage beweisen. Die Kommunikation ist jedoch konsequent: Sie kombiniert eine starke Marktpositionierung mit konkreten Produktdaten, Preisankern und einer breiten Modellpalette. Das dürfte die Marke sowohl für Suchende mit kleinem Budget als auch für Familien und Technikinteressierte anschlussfähig machen.
Unsere redaktionelle Auswertung kommt ebenfalls zu Platz eins
In Ihrer redaktionellen Auswertung landet Ninja sowohl bei den Leserinnen und Lesern als auch bei den Kolleginnen und Kollegen auf Platz eins. Dieses Ergebnis passt zur hohen Sichtbarkeit und zur Marktpräsenz der Marke. Es ist zugleich wichtig, die Aussage richtig einzuordnen: Die Auswertung bildet die Wahrnehmung und Auswahl innerhalb Ihrer Redaktion und Leserschaft ab. Ohne Angaben zu Teilnehmerzahl, Methode und Vergleichszeitraum ist sie keine repräsentative Marktstudie und kein unabhängiger Labortest.
Zusammen mit dem Euromonitor-Claim ergibt sich ein interessantes Bild: Ninja ist offenbar nicht nur in der Kommunikation präsent, sondern wird auch von Ihrer Zielgruppe und innerhalb der Redaktion besonders häufig als führende Marke wahrgenommen. Das stärkt die Relevanz der Marke für die Kaufberatung. Für ein belastbares Qualitätsurteil müssen jedoch weiterhin einzelne Modelle betrachtet werden.
Fazit: starke Marktposition, aber kein Freifahrtschein
Ninja kann auf der eigenen Landingpage mit einem starken Argument werben: Laut der dort zitierten Euromonitor-Auswertung war die Marke 2025 weltweit führend beim Einzelhandelsabsatz von Heißluftfritteusen nach Stückzahl. Das erklärt, warum Ninja im Markt sichtbar ist und in der redaktionellen Auswertung auf Platz eins landet.
Der Claim sagt jedoch nichts darüber aus, welches Modell für Sie die beste Wahl ist. Auf der verlinkten Seite reichen die aktuellen Preise der drei Einzelfach-Geräte von 89,99 Euro bis 109,99 Euro. Der AF180EU bietet dabei das größte Fassungsvermögen, während AF110EU und AF140EU einen günstigeren Einstieg für kleinere Haushalte ermöglichen. Wer Wert auf Qualität legt, sollte den Marktführerschafts-Claim deshalb als Orientierung verstehen und ihn mit Modelltests, Ausstattungsdaten und dem eigenen Platz- und Portionsbedarf abgleichen.

