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Bereit für alles, was kommtWie Firmen Währungsrisiken ausschalten können

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Containerschiffe, Hafenkräne und eine Brücke in der Ferne. Orangefarbener Morgenhimmel im Hintergrund.

Deutschland ist ein Exportland. Vor allem Mittelständler liefern ihre Waren in alle Welt. Bei der Bezahlung drohen Verluste durch Währungsrisiken. Gegen diese können sich die Unternehmen absichern.

Schwankende Wechselkurse sind für viele Unternehmen gefährlich. Zugleich ist es mit einfachen Methoden möglich, sich dagegen abzusichern.

Wechselkurse gelten oft als stabile Größe – tatsächlich unterliegen sie im Jahresverlauf teils erheblichen Schwankungen. Bewegungen von rund 10 bis 15 Prozent sind keine Ausnahme, sondern eher die Regel, begleitet von spürbaren Ausschlägen nach oben und unten. Wechselkursschwankungen sind aber für Unternehmen hierzulande, die in Fremdwährungen handeln, ein enormes Risiko. Ein Beispiel: Ein deutscher Maschinenbauer verkauft Maschinen im Wert von 100.000 Euro an ein US-Unternehmen. Notiert der Euro zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bei 1,04 Dollar, erhält die deutsche Firma 104.000 Dollar vom Käufer. Steigt nun der Eurokurs in einem Vierteljahr auf 1,13 Dollar, sind die Maschinen 113.000 Dollar wert. Da im Vertrag jedoch der alte Euro-Dollar-Kurs vereinbart wurde, erhält der Maschinenbauer nur 104.000 Dollar und damit 9000 Dollar weniger, als wenn er mit dem Geschäft noch drei Monate gewartet hätte.

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Mittelständler sollten Risiken nicht unterschätzen

Rund 98 Prozent der 350.000 deutschen Exporteure sind Mittelständler, die oft weltweit engagiert sind. Sie verfügen in der Regel nicht über hohe Finanzpolster, um Währungsschwankungen einfach wegzustecken. Daher ist es für Firmen gefährlich, Wechselkursrisiken zu ignorieren – insbesondere dann, wenn eine Währung besonderes Gewicht hat. So liegt es für sie nahe, sich gegen künftige Schwankungen abzusichern. Firmen können mit einfachen Devisenstrategien und mit Hilfe von Banken und Sparkassen ihr Währungsmanagement professionell betreiben.

Devisentermingeschäfte

Zum einen ist dies über Devisentermingeschäfte möglich. Diese garantieren einen festen Umtauschkurs an einem frei zu bestimmenden Termin in der Zukunft. Dabei legen Unternehmen bereits beim Vertragsabschluss den Wechselkurs fest, zu dem sie ihre Waren oder Dienstleistungen an ihren Geschäftspartner außerhalb des Euro-Raums verkaufen oder kaufen. Devisentermingeschäfte können eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren haben.

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Devisenoptionen

Zum anderen können Firmen sich mit Devisenoptionen absichern. Im Gegensatz zu Devisentermingeschäften sind sie jedoch nicht zum Währungstausch verpflichtet, wenn die Firmen am Markt günstigere Konditionen bekommen. Für dieses Wahlrecht zahlen die Unternehmen eine Optionsprämie. Devisenoptionen sind grundsätzlich teurer als Devisentermingeschäfte. Mittelständler entscheiden sich daher häufiger für die kostengünstigere Variante, also die Devisentermingeschäfte.

Geldinstitute als Partner

Banken und Sparkassen fungieren für viele Firmen hierzulande als Partner in allen Fragen des Währungsmanagements. Mit den Geldhäusern können Unternehmen zum Beispiel Verträge abschließen, die ihnen einen festen Wechselkurs zu einem bestimmten Zeitpunkt sichern. Dies bietet Planungssicherheit und eliminiert das Währungsrisiko.

Neben den beiden genannten Varianten, sich gegen Wechselkursrisiken abzusichern, gibt es noch andere Möglichkeiten. Am einfachsten ist es, sämtliche Transaktionen in Euro abzuwickeln. Dann übernimmt der Handelspartner außerhalb des Euroraums das Kursrisiko.

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Forfaitierung durch Verkauf der Forderungen

Darüber hinaus gibt es die sogenannte Forfaitierung durch den Verkauf der Forderungen. Hierbei verkaufen beispielsweise deutsche Firmen Exportforderungen an eine Bank oder ein spezielles Institut. So erhalten die Firmen ihr Geld, wenn sie ihre Güter ins Ausland geliefert haben. Zugleich können die Firmen ihrem Abnehmer ein langfristiges Zahlungsziel gewähren und die Bank übernimmt das Ausfall- und Wechselkursrisiko.

Exportkreditversicherungen

Ebenfalls verbreitete Absicherungsinstrumente sind Exportkreditversicherungen. Mit diesen sichern sich Unternehmen gegen einen Zahlungsausfall ab. Hierzulande können Exporteure dafür Deckungen der Euler Hermes Aktiengesellschaft in Anspruch nehmen. Für die Ware des exportierenden Unternehmens käme eine Fabrikations-Risikoabdeckung oder eine Ausfuhrdeckung zur Absicherung der Liefer- und Leistungsrisiken ins Ausland in Frage.

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