Die Expansion eines Unternehmens muss gut vorbereitet werden. Welche Punkte dabei besonders wichtig sind.
Gut geplant ist halb gewonnenVon Marktdurchdringung bis Diversifikation

Neue Märkte im Blick: Eine Expansionsstrategie sollte gut geplant sein.
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Unternehmen, die expandieren wollen, sollten die eigene Positionierung und das Marktumfeld genauer unter die Lupe nehmen. Dabei können verschiedene Punkte als Orientierung dienen. Hat sich die Firma am eigenen Markt etabliert? Gibt es eine stabile Nachfrage nach den Produkten oder Dienstleistungen? Sind genügend Ressourcen wie Eigenkapital und Personal vorhanden? Haben die Firmen einen Plan für den Fall, dass die Expansion nicht wie gewünscht funktioniert? Und nicht zuletzt: Gibt es zuverlässige Finanzierungspartner?
Es gibt nicht die eine Expansionsstrategie. In der wissenschaftlichen Ökonomie wird zwischen vier grundlegenden Wachstumsstrategien unterschieden. Erstens: die Marktdurchdringung. Hier geht es darum, einen bestehenden Markt mit bereits vorhandenen Produkten stärker zu bedienen. Das Unternehmen versucht, eine höhere Anzahl seiner Produkte an bestehende Kundinnen und Kunden, an eine neue Kundschaft und die der Konkurrenz zu verkaufen. Das funktioniert allerdings nur, wenn der Markt noch nicht gesättigt ist.
Zweitens: die Produktentwicklung. Wer im bekannten Markt expandieren möchte, sollte seine Produktpalette überprüfen und überlegen, welche Innovationen hier möglich sind. Lassen sich neue Produkte oder Produktvarianten mit einem klaren Mehrwert für die Kundschaft entwickeln? Damit können in einem bereits bestehenden Markt die Gewichte verschoben werden.
Drittens: die Marktentwicklung. Bei dieser Strategie stehen neue Absatzmärkte im Fokus. Bestehende Produkte sollen in anderen Regionen im Inland, im Ausland oder in neuen Zielgruppen vertrieben werden. Hierbei fallen keine Kosten für die Entwicklung neuer Produkte, sondern nur für die Erschließung der neuen Marktsegmente an. Jedoch kann diese Strategie auch eine große Herausforderung werden, besonders, wenn Unternehmerinnen und Unternehmer zu wenig über den neuen Markt wissen.
Und viertens: die Diversifikation. Unternehmen sollten Klumpenrisiken vermeiden und die Risiken auf verschiedene Schultern verteilen. Der Jargon spricht hierbei von Diversifikation. Diese birgt hohe Wachstumschancen. Aber auch größere Risiken. Etwa dann, wenn ein Unternehmen mit einem neuen Produkt einen neuen Markt erschließen möchte. Hierbei gibt es gleich zwei Unbekannte in der Gleichung: der neue Markt und das neue Produkt. Die expansionswillige Firma muss oft viel Zeit und Geld investieren – und es lässt sich im Vorfeld nur begrenzt einschätzen, ob sich der Einsatz lohnt.
Wie eine gute Diversifikation aussehen könnte, zeigen große Unternehmen. Ein Beispiel dafür ist Samsung. Angefangen hat der koreanische Konzern in der Lebensmittelbranche. Inzwischen ist er vor allem in der Elektroindustrie, aber auch im Maschinenbau, in der Schwerindustrie und der Versicherungsbranche etabliert. Auch deutsche Unternehmen wagen einen Vorstoß in fremde Märkte. So ist Tchibo längst nicht mehr nur auf dem Kaffeemarkt aktiv, sondern verkauft auch Reisen, Mobilfunkverträge, Mode und Haushaltstechnik.
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