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FC-EinzelkritikAchtmal Note 5 – Chabot verkörpert Kölner Scheitern in Dortmund

Lesezeit 3 Minuten
Malen ist vor Chabot am Ball

Bekam die Dortmunder nie richtig zu fassen: Jeff Chabot (rechts), hier gegen Donyell Malen.

Der 1. FC Köln hat in Dortmund mit 1:6 verloren. Schon zur Halbzeitpause war das Spiel entschieden. Die FC-Profis in unserer Einzelkritik.

Marvin Schwäbe 5 Wenn auch noch der ansonsten zuverlässigste Kölner patzt, dann wird es schwierig: Das vierte Gegentor ging auf seine Kappe, vor dem 0:1 auch mit einer dürftigen Faustabwehr. Davor und danach machtlos und schmerzlich im Stich gelassen.

Benno Schmitz 4 Kein Totalausfall, aber oft zu zögerlich in seinen Aktionen. Setzte Torschütze Selke immerhin einmal schön in Szene.

Timo Hübers 5 Kam kaum in die Zweikämpfe, spielte schon deutlich präsenter. Nicht so von der Rolle wie Chabot, dennoch schwamm auch der Abwehrchef munter mit.

Jeff Chabot (bis 58.) 5,5 Auf dem Weg zur alten (Nicht-)Form. Verkörperte an diesem Abend das defensive Scheitern: Fabrizierte vor dem 0:1 erst eine Kerze, rückte dann zu schnell raus und ließ sich auch noch von Malen tunneln. Beim 0:2 in hoffnungsloser Unterzahl, und vor dem 0:4 griff er Malen nicht wirklich an.

Eric Martel (ab 58.) 5,5 Passte sich schnell seinen Teamkollegen an und sah beim 1:6 defensiv ebenfalls schlecht aus.

Jonas Hector 5 Wird seine Pläne, ob er weitermacht oder seine Karriere nach dem Sommer beendet, hoffentlich nicht von diesem Abend abhängig machen. Sogar der Kapitän hatte mich sich zu kämpfen. Mehrfach viel zu passiv – wie vor dem 0:3.

Ellyes Skhiri 4,5 Als alleiniger Sechser überfordert. Konnte die riesigen Lücken trotz seines enormen Laufpensums nie stopfen.

Mathias Olesen 5 Baumgart gab ihm eine Chance, doch der junge Luxemburger nutzte sie nicht und zahlte Lehrgeld. Ließ vor dem 0:2 den formidablen Bellingham einfach gewähren und war vor dem 0:3 zu weit weg von Reus.

Dejan Ljubicic 5 Im Formtief. Hat nach seiner Verletzungspause seine Dynamik und sein Selbstvertrauen verloren. Ein feines Zuspiel auf Adamyan – das war es auch schon.

Florian Kainz (bis 58.) 5 Blieb ohne jeglichen Einfluss auf das Kölner Spiel. Seine Aktionen verpufften fast ausnahmslos, da er meistens viel zu umständlich spielte.

Denis Huseinbasic (ab 58.) 4,5 Kam in ein verlorenes Spiel, auf das er keinen wirklichen Einfluss mehr nahm.

Sargis Adamyan (bis 58.) 4,5 Lauerte und hatte zumindest ein paar Aktionen wie in der 21. Minute, als er letztlich am Pfosten scheiterte. Vom Durchbruch aber weit entfernt.

Linton Maina (ab 58.) 4,5 Erst unsichtbar, hatte kurz vor dem Ende dann doch noch eine gute Aktion, doch Teamkollege Schindler brachte das Kunststück fertig, den Ball nicht im Tor unter zu bringen.

Davie Selke 3,5 War noch bester Kölner – auch das sagt schon was aus. Hatte seine Szenen, war beharrlich und beendete die Kölner Tor- und Stürmer-Seuche mit seinem ersten Treffer im FC-Trikot.

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