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„Refcam“ verrätDeshalb dauerte die Pyro-Unterbrechung in Köln so lange

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Rauchschwaden hängen im Rhein-Energie-Stadion.

Rauchschwaden hängen im Rhein-Energie-Stadion. Die Partie des 1. FC Köln gegen den FC Bayern musste am Mittwoch (14. Januar) deshalb für rund elf Minuten unterbrochen werden.

Eine Kamera am Schiedsrichter offenbart den Grund für die lange Spielunterbrechung in Köln – und einen lockeren Spruch von Patrick Ittrich in Richtung eines Bayers-Stars.

Beim Spiel gegen den FC Bayern am Mittwochabend hat eine Pyro-Aktion von Fans des 1. FC Köln in der Südkurve für eine längere Unterbrechung gesorgt.

Bereits nach vier Spielminuten unterbrach Schiedsrichter Patrick Ittrich das Spiel. Es vergingen fast elf Minuten, bevor der Rauch sich ausreichend für eine Wiederaufnahme der Partie verzogen hatte.

Schiedsrichter Ittrich begründet Entscheidung auf dem Spielfeld

Der genaue Grund, weshalb der Ball nicht früher wieder rollen konnte, wurde erst nachträglich bekannt. Bei der Entscheidung, das Abziehen des Rauchs abzuwarten, ging es nicht primär um die Sicht der Spieler auf dem Feld oder um die Fans im Rhein-Energie-Stadion.

Aufzeichnungen einer von Ittrich getragenen Körperkamera, der sogenannten „Refcam“, zeigen, wie der Schiedsrichter seine Begründung noch auf dem Spielfeld an den Bayern-Spieler Konrad Laimer richtete.

„Das Problem ist, dass die Sender die Kameras von oben nicht sehen. Ich meine, ihr spielt Fußball, aber die zahlen“, lautete die saloppe Äußerung von Ittrich. Die übertragenden Sender RTL und Sky hatten nach der Pyro-Aktion keine uneingeschränkte Sicht mehr aus allen Kameraperspektiven.

Zuschauer und Zuschauerinnen an den Fernsehgeräten hätten das Spiel nicht optimal verfolgen können. Zudem ist der Video-Assistent (VAR) vollständig auf die Kamerabilder angewiesen.

Die verlorene Spielzeit wurde später als umfangreiche Nachspielzeit in der ersten Halbzeit nachgeholt. Dadurch dauerte die Begegnung in Köln an diesem Abend länger als die übrigen Spiele.

Für die Mannschaft des 1. FC Köln kam die Pause zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Said El Mala hatte kurz davor eine große Torchance vergeben. Das Publikum in Köln war zu diesem Zeitpunkt sehr präsent und unterstützte die Mannschaft lautstark. Dieser Impuls ging durch den Pyro-Rauch schnell verloren.

Zusätzlich erwartet den 1. FC Köln voraussichtlich die nächste hohe Rechnung für den Pyro-Einsatz. Die ausgedehnte Spielunterbrechung führt zu einem Zuschlag auf die Strafe, die aufgrund der mehr als 50 pyrotechnischen Gegenstände anfällt. Die Summe könnte sich auf über 100.000 Euro belaufen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.