Köln – Der 1. FC Köln kann am Samstag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen den FC Augsburg wieder auf Innenverteidiger Rafael Czichos zurückgreifen, bangt allerdings noch um den Einsatz des an einem grippalen Infekt erkrankten Flügelspielers Ismail Jakobs. Neben dem Langzeitverletzten Florian Kainz steht auch Stürmer Sebastian Andersson wegen seiner anhaltenden Kniebeschwerden erneut nicht zur Verfügung. Kapitän Jonas Hector drängt nach seinem Comeback zurück in die Startelf. Diese Personalien teilte am Mittwochmittag FC-Trainer Markus Gidol mit.
Der Coach hofft allerdings noch auf Jakobs, der auch am Mittwoch nicht trainieren konnte: „Wir müssen den Donnerstag abwarten, das ist ein wichtiger Tag für ihn, der zeigen wird, ob es Sinn macht.“ Czichos dagegen hat seine Muskelverletzung wieder voll auskuriert und nimmt wieder komplett am Mannschaftstraining teil. „Rafa hätte schon im Pokalspiel ein paar Minuten bekommen können, wenn es notwendig gewesen wäre. Er ist absolut eine Option für das nächste Spiel“, sagte Gisdol, der sich zudem erfreut darüber zeigte, dass Hector nach seinem Comeback weitere Fortschritte mache. „Jonas kommt Stück für Stück in die Verfassung, die wir uns wünschen. Ich muss aber auch sagen, dass es die anderen Jungs gut gemacht haben. Ich bin froh über die neue Konkurrenzsituation im zentralen Bereich.“
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Weniger erfreulich ist allerdings die große Kölner Heimschwäche der vergangenen Monate. Zwar zeigte sich der FC zuletzt iinbesondere auswärts im Aufwärtstrend, doch seit dem 29. Februar (3:0 gegen Schalke) wartet er auf einen Heimsieg. Gisdol versuchte, sich gelassen zu geben: „Da mache ich mich nicht verrückt. Statistiken gibt es, damit man sie mal wieder neu schreiben kann. Ich habe schon gesehen, wie oft wir jetzt dran waren“, sagte der Coach und gab sich lieber zuversichtlich.
Gisdol rechnet mit Ende des Heimfluchs
Für den Trainer ist es offenbar nur eine Frage der Zeit, wann der Heimfluch besiegt wird. „2021 werden wir wieder Heimspiele gewinnen und unsere Heimstärke zeigen. Wir haben schon vieles auf den richtigen Weg gebracht, ob auswärts oder zu Hause. Es macht derzeit fast keinen Unterschied, ob man auswärts oder zu Hause spielt. Aber keine Frage, ich hätte gerne mehr Heimspiele gewonnen“, sagte Gisdol, der seine Mannschaft auch im Spiel nach vorne stabiler sieht.
Diese Stabilität wird auch gegen Augsburg gefragt sein. Der Gegner habe eine dynamische Mannschaft, die aggressiv anlaufe. „Wir müssen daher eine gute Formation finden, wie wir Druck ausüben", sagte der Kölner Trainer.
Heldt schließt Transfers nicht aus
Mit dem neuen Jahr öffnet sich auch das Transferfenster. Sportchef Horst Heldt gab einen Einblick in die Kaderplanung. Heldt vertraue zwar dem aktuellen Kader, einen Zugang schloss er aber nicht mehr aus. „Wir bleiben bei der Devise, dass wir versuchen, eher noch mal die Quantität zu reduzieren, ohne jetzt Namen zu nennen. Wir wären in der Lage zu handeln, auch wenn das keine großen Sprünge wären. Wir haben die Zeit, intensiv nachzudenken, und sind gut vorbereitet“, sagte Heldt.



