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Jan Thielmann über Kölner Sieglos-Serie„Haben nicht schnell genug den Exit gefunden“

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1. FC Köln, Trainingslager in Spanien, La Nucia, 1. Trainingseinheit, 02.01.2026, 1. FC Köln, Bild: *** Local Caption *** Ausschließlich redaktionelle Nutzung Editorial use only *** Sport 1 FC Köln, Training camp in Spain, La Nucia, 1 training session, 02 01 2026, 1 FC Köln , Image Local Caption Editorial use only

Jan Thielmann (l.) und Luca Waldschmidt im Trainingslager an der Costa Blanca

Der langjährige FC-Profi Jan Thielmann zeigt sich selbstkritisch und betont, dass seine Mannschaft nun wieder „ins Punkten“ kommen muss.

Kühl und regnerisch ist es geworden an der Costa Blanca, Temperaturen von elf Grad Celsius und ein kräftiger Wind ließen auch die knapp 40 Fans des 1. FC Köln am Trainingsplatz in La Nucia etwas frösteln, aber natürlich nicht wie in Deutschland derzeit frieren.

Jan Thielmann konnte das Wetter am Sonntag wenig anhaben, nach dem Training war der 23-Jährige noch auf Betriebstemperatur. Alles besser auch als Frost und Schnee am Geißbockheim. Der Rechtsaußen schilderte, dass die Einheiten im Trainingslager intensiv gewesen seien. Und deshalb sei eine gewisse Müdigkeit spürbar, insgesamt bewertete er das Training jedoch als gut. Zum inhaltlichen Fokus der Tage wollte Thielmann keine Details nennen. Nach einer strapaziösen Doppel-Einheit am Samstag standen tags drauf die Spielformen wieder im Vordergrund.

Doch im Brustton der Überzeugung sagte Thielmann: „Wir müssen einfach wieder zu alter Stärke finden und punkten.“ Die Gründe für die Sieglos-Serie vor Weihnachten sind offenbar auch für den langjährigen FC-Profi schwierig zu beantworten: „Das ist eine gute Frage. Vielleicht hat uns einfach das Quäntchen Glück gefehlt. Wir haben es nicht überzeugend gespielt und sind in eine Abwärtsspirale gekommen. Leider haben wir nicht schnell genug den Exit gefunden.“

Thielmann hob nach nur zwei Punkten des FC aus den vergangenen sechs Bundesligaspielen die Bedeutung der Partien gegen die Tabellenschlusslichter Heidenheim (10. Januar) und Mainz (17. Januar) hervor: „Beide stehen unter uns in der Tabelle, deswegen müssen wir ins Punkten kommen – zumindest ein Unentschieden und einen Sieg holen.“ Die kurze Winterpause sah Thielmann eher unkritisch. Große Auswirkungen erwarte er nicht. Vielmehr könne es sogar ein Vorteil gewesen sein, dass die Mannschaft nicht komplett heruntergefahren sei und noch „im Saft“ gestanden habe. Konditionell bestehe daher kein größerer Nachholbedarf.

Wir haben es nicht überzeugend gespielt und sind in eine Abwärtsspirale gekommen. Leider haben wir nicht schnell genug den Exit gefunden.
Jan Thielmann

Seine persönliche Saison bewertete Thielmann differenziert. Er habe gut begonnen, sei dann jedoch durch eine Verletzung zurückgeworfen worden und nur mäßig wieder in den Rhythmus gekommen. Inzwischen habe er sich stabilisiert: „Ich bin relativ zufrieden, kann aber noch deutlich mehr.“

Für den weiteren Saisonverlauf stellte Thielmann individuelle Ziele in den Hintergrund. „Was ich mir persönlich vornehme, spielt eher weniger eine Rolle. Wir haben 16 Punkte, hätten gerne mehr. Wir wollen das gemeinsame Ziel, das wir alle haben, schnellstmöglich erreichen“, sagte der FC-Profi und verschwand dann auch postwendend in Richtung Mannschaftsbus. Auch Thielmann wollte sich dann wieder etwas aufwärmen.