Der Bundesliga-Aufsteiger und der frühere Sportkoordinator von Bayer 04 Leverkusen haben erste Gespräche geführt.
Klub will sich breiter aufstellenTim Steidten soll neuer Kaderplaner des 1. FC Köln werden

Tim Steidten ist beim 1. FC Köln als Kaderplaner im Gespräch.
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Tim Steidten soll neuer Kaderplaner des 1. FC Köln werden. Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ decken sich mit einem Bericht des TV-Senders „Sky“, der zuerst über das Interesse berichtet hatte. Demnach gilt der frühere Sportkoordinator von Bayer 04 Leverkusen und ehemalige Sportliche Leiter von Werder Bremen als Top-Kandidat für eine neue Aufgabe beim FC. Zuletzt war der 46-Jährige bis Februar 2025 als Technischer Direktor beim Premier-League-Klub West Ham United tätig.
Der Bundesliga-Aufsteiger will seine sportliche Führung breiter aufstellen. Nach Informationen dieser Zeitung haben die Verantwortlichen des FC bereits zielführende Gespräche mit Steidten geführt. Den gebürtigen Deutschen zieht es zurück in die Bundesliga; neue Angebote aus dem Ausland soll er deshalb bereits abgesagt haben.
Mitte Januar war Thomas Kessler vom Sportdirektor zum Sport-Geschäftsführer befördert worden. Zwar arbeiten Chefscout Gábor Ruhr und Technischer Direktor Lukas Berg ihm zu, doch Berg ist zusätzlich für die U21-Mannschaft in der Regionalliga verantwortlich. Die Kaderplanung lag daher zuletzt in erster Linie bei Kessler.
Schon in den vergangenen Wochen war durchgesickert, dass der FC seine sportliche Abteilung mit einem erfahrenen, in der Branche bestens vernetzten Kaderplaner verstärken möchte. Dieser könnte perspektivisch auch die Rolle eines Direktors am Geißbockheim übernehmen. Der seit Ende September amtierende neue Vorstand hatte bereits strukturelle Veränderungen angekündigt und angeschoben.
1. FC Köln will Kaderplanung strategisch ausbauen
Dass der Klub sein Scouting und die Kaderplanung strategisch ausbauen will, hatte auch FC-Vizepräsident Ulf Sobek bereits im Januar gegenüber dieser Zeitung betont. „Wir wollen und müssen unser Scouting-System ausbauen und optimieren. So erhöhen wir die Wahrscheinlichkeit, dass wir durch Transfererlöse mehr Geld als bisher generieren können. Konkret wollen wir uns mit besseren Rahmenbedingungen und höheren Erlösen sportlich immer weiter verbessern“, sagte Sobek.
Mit Steidten scheint nun ein Kandidat gefunden. In Leverkusen war er an mehreren hochkarätigen Transfers beteiligt (unter anderem Jeremie Frimpong, Edmond Tapsoba), die später den Grundstein für den Meisterkader legten. Bei West Ham in London verlief seine Arbeit hingegen deutlich weniger erfolgreich. Fest steht der Wechsel allerdings noch nicht: Der abstiegsbedrohte Aufsteiger aus Köln und Steidten befinden sich weiterhin in Verhandlungen.

