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„Ein bisschen berechenbar“Kwasniok-Debatte bei Sky – Expertin widerspricht Matthäus

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Sebastian Hellmann, Tabea Kemme und Lothar Matthäus gehen über den Rasen im Kölner Stadion.

Keine Glücksbringer für den FC: Die Sky-Topspiel-Crew um Sebastian Hellmann, Tabea Kemme und Lothar Matthäus.

Nach der schmerzhaften Pleite des FC gegen den BVB wurde bei Sky über Lukas Kwasniok debattiert. Eine Trainerdiskussion ist für Lothar Matthäus unangebracht, seine Kollegin sieht es differenzierter.

Die Situation wird zunehmend kritischer. Nach der Pleite des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund und mit nur zwei Erfolgen aus den vergangenen 16 Partien macht sich am Geißbockheim die Furcht vor dem Abstieg breit.

Auch Coach Lukas Kwasniok gerät immer stärker unter Druck, weil die erforderlichen Resultate ausbleiben.

Tabea Kemme kritisiert „berechenbaren“ FC

Lothar Matthäus und Tabea Kemme haben in ihrer Funktion als Sky-Experten in dieser Saison noch gar keinen FC-Erfolg live im Stadion gesehen. Im siebten Topspiel am Samstagabend erlitt der FC die siebte Niederlage. 

Nach dem erneuten Misserfolg am Samstagabend wurde bei Sky auch über die Zukunft von Kwasniok debattiert. DFB-Rekordnationalspieler Matthäus setzte sich für den Kölner Coach ein.

Der FC habe „wieder das Spiel gemacht, was wir vor dem Spiel erwartet haben. Sie haben gute Phasen, sie sind irgendwie ebenbürtig, natürlich in der zweiten Halbzeit in Unterzahl“, äußerte Matthäus, der meinte: „Man sollte jetzt nicht über eine Trainerdiskussion nachdenken, denn man merkt: Es passt und die Spieler haben bis zum Schluss gekämpft.“

Seine Kollegin bei Sky stimmte dem jedoch nur teilweise zu. Sie übte Kritik an der FC-Darbietung. „Ich meine bei Köln, das ist ja irgendwie dann auch ein bisschen berechenbar. Wir wissen, dass sie zwölf Abschlüsse brauchen, um torgefährlich zu werden, ein Tor zu schießen“, führte Kemme aus.

Kemme erachtet einen Trainerwechsel zumindest nicht als undenkbar. „Letztlich fehlt mir dann wirklich diese individuelle Weiterentwicklung in der Mannschaft für das Gesamtgefüge. Und da sehe ich die Kompetenz des Trainers“, erklärte Kemme, die bestimmte Schwächen direkt benannte. „In der Analyse hatten wir das Thema des Verteidigens. So, was ist der Matchplan? Und es tritt halt (beim 0:1, Anm. d. Red.) genau wieder ein. Und da brauche ich den Trainer, der mir hilft, der mir ein taktisches, technisches Format gibt.“

Auch Matthäus beanstandete die Abwehrleistung beim Führungstor von Serhou Guirassy (16.), der im Anschluss an einen Eckball plötzlich ungedeckt vor FC-Torwart Marvin Schwäbe auftauchte. „Da vergisst man Guirassy und geht aber auch nicht komplett raus. Man hätte rausschieben können und auf Abseits stellen. Und das vergessen sie“, ärgerte sich Matthäus. „Und das ist das, was Tabea gemeint hat. Einen Plan haben. Bei abgewehrtem Ball raus. Oder im Endeffekt eng am Mann. Irgendwas muss ich denen mitgeben. Vielleicht hat er es ihnen mitgegeben und sie haben es nicht umgesetzt.“

Für Kemme lautet die Devise nun: „Einmal gewaltig schütteln und vielleicht kriegen sie es noch hin. Oder halt dann auch den Cut ziehen, da sehe ich dann die Verantwortung bei der sportlichen Ebene“, so die ehemalige Nationalspielerin, die damit auf eine Entscheidung zu Kwasniok anspielte.

Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler steht jedoch weiter zu seinem Coach. Er hob im Sky-Gespräch den „aufopferungsvollen Kampf“ des Teams hervor und sagte: „Wenn du so viele Spiele keinen Dreier holst, dann werden die Leute ein bisschen nervös. Aber für uns in der Arbeit, auch für mich in der täglichen Arbeit, geht es darum, das zu bewerten, was wir sehen. Ich sehe jeden Tag die Mannschaft im Training. Und ich habe heute hier eine Mannschaft auf dem Platz gesehen, bei der ich glaube, dass heute auch viele Leute enttäuscht, aber stolz nach Hause gehen. Und darauf wird es jetzt die nächsten Wochen ankommen. Jetzt werden die Spiele kommen mit Mannschaften, die mit uns auf Augenhöhe sind. Und dann müssen wir diese Leistung zeigen, um da die drei Punkte einzufahren.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.