Lothar Matthäus übt Kritik an Julian Nagelsmann. Für ihn hätte FC-Talent Said El Mala statt Leroy Sané zur WM fahren müssen.
„Es darf kein Grund sein“Matthäus äußert Unverständnis über WM-Absage für El Mala

Lothar Matthäus ist mit der Ausbootung von Said El Mala nicht zufrieden.
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Die schmerzhafte WM-Entscheidung gegen Said El Mala hat am Tag der Kader-Verkündung von Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) für viel Unverständnis gesorgt. Auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (64) äußert Kritik.
Trotz seiner herausragenden ersten Spielzeit beim 1. FC Köln erhält El Mala keine Nominierung für die WM und muss somit weiterhin auf sein erstes Spiel für die deutsche Nationalmannschaft hoffen. Diese Entscheidung ist für Matthäus unverständlich, er hätte das Kölner Talent gerne im DFB-Kader gesehen.
Kritik an der Bevorzugung von Leroy Sané
Am Donnerstagabend erklärte Matthäus gegenüber „Bild“, dass er sich im Konkurrenzkampf zwischen Leroy Sané (30) und El Mala einen anderen Ausgang erhofft hätte. Mit Bezug auf Sané sagte der TV-Experte: „Das ist der Einzige, wo ich sage: Ich hätte ihn nicht nominiert.“ Er fügte hinzu: „Er hat die Erwartungen bei Galatasaray bei weitem nicht erfüllt.“
Zur Begründung seiner Wahl für Sané führte Nagelsmann an, dass er den 30-Jährigen seit langer Zeit kenne und glaube, den Angreifer so motivieren zu können, „dass am Ende der WM deutlich mehr positive Stimmen über ihn fallen als negative“. Ein Aspekt, der nach Ansicht von Matthäus keine Rolle spielen sollte.
„Es darf kein Grund sein, dass ein Trainer einen Spieler nominiert, weil er ihn länger kennt“, unterstrich Matthäus seine Kritik am Bundestrainer. Er fuhr fort: „Ich bin ein Fan von El Mala, seine Torquote ist für einen Spieler, der vor zwölf Monaten noch in der 3. Liga gespielt hat, enorm. Deswegen hätte ich mich für El Mala entschieden.“
Beim Auswahlprozess sprach er jedoch auch eine Vermutung aus. Über Sanés herausragende Leistung mit zwei Treffern und einer Vorlage im wichtigen WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei spekulierte Matthäus: „Vielleicht war das Spiel gegen die Slowakei ausschlaggebend.“
Für die Partie im November, die 6:0 endete, bescheinigte er dem 74-fachen Nationalspieler eine Leistung von Weltklasseformat. Matthäus geht davon aus, dass dieser Leistungsnachweis im Nationaltrikot für Nagelsmann den entscheidenden Ausschlag gegeben haben könnte. (red)
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