Abo

Nach KlassenerhaltTrainerfrage beim FC: Alles geht in diese Richtung

2 min
Testspiel, SV Bergisch Gladbach vs. 1. FC Köln, von links: Thomas Kessler, Rene Wagner 1. FC Köln, 12.07.2025, Bild: *** Local Caption *** *** Sports test match, SV Bergisch Gladbach vs 1 FC Köln, from left Thomas Kessler, Rene Wagner 1 FC Köln , 12 07 2025, Picture Local Caption

Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler (l.), FC-Trainer René Wagner

Wer den 1. FC Köln als Cheftrainer in die kommende Saison führt, das ist die vorrangige Frage, die die Bosse zu beantworten haben.

Am Donnerstag will sich Thomas Kessler, Sport-Geschäftsführer des 1. FC Köln, am Geißbockheim öffentlich äußern. Thematisch wird es um Trainer René Wagner, der sich nach dem 2:2 gegen Union Berlin heftiger Kritik ausgesetzt sah, und die Kaderplanung gehen. Auch wenn Kessler wohl noch keinen Vollzug vermelden wird, ist die Tendenz der vergangenen Tage klar: Die sportliche Führung steht hinter Wagner und traut dem 37-Jährigen die Aufgabe von Beginn der Saison an zu. Wagner sitzt seit fünf Bundesligaspielen (ein Sieg, drei Unentschieden, eine Niederlage) als Nachfolger des freigestellten Lukas Kwasniok auf dem Cheftrainer-Posten. Nun soll der ehemalige Assistent von Steffen Baumgart von der Interims- zur Dauerlösung werden. Bestätigt hat der Verein noch nicht.

Kessler ein Wagner-Befürworter

Im Umfeld des Klubs und in den Gremien gab es zwar auch Stimmen, die andere Namen diskutierten – etwa den von Ex-FC-Profi Christian Eichner (43), der nach sechs Jahren beim Karlsruher SC eine neue Herausforderung sucht. Eichner würde der FC gewiss reizen, doch auch ihm fehlt Erstliga-Erfahrung. Chancen wurden zudem den erfahrenen Trainern Thomas Letsch (57, zuletzt Salzburg, Bochum, Arnheim) und laut „Bild„ Horst Steffen (57, zuletzt Bremen, Elversberg) eingeräumt.

Doch in der sportlichen Führung am Geißbockheim ist man sich einig: Wagner ist der geeignetste Mann. Kessler gilt ohnehin schon seit Längerem als großer Befürworter und sieht in dem 37-Jährigen eines der größten Trainer-Talente der Bundesliga – zumal Wagner nach seinem Amtsantritt die Mannschaft in der turbulenten Nachfolge Kwasnioks stabilisierte. „René hat mit Ausnahme des guten Spiels gegen Leverkusen immer gepunktet. Das ist sicherlich nicht schlecht für uns“, lobte Kessler nach der Partie am vergangenen Samstag bei Union Berlin, die der FC trotz 2:0-Führung noch aus der Hand gegeben hatte – auch bedingt durch fragwürdige Wechsel Wagners. Doch das 2:2 spielte bereits am Tag darauf nur noch eine untergeordnete Rolle, da die Konkurrenz im Tabellenkeller erneut patzte und den Kölnern den Klassenerhalt de facto gesichert hat.

Fußballerisch zeigte der FC zuletzt zwar keine klare Weiterentwicklung, doch Wagner punktet damit, dass er einen guten Zugang zur Mannschaft hat und intern klar kommuniziert. Nach der geglückten Rettungsmission soll der Trainer-Neuling die Chance erhalten, den zweiten Teil des Kölner Kaderumbruchs im Sommer zu gestalten.