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1. FC Köln will großen KampfStartelf-Garantie für Özkacar gegen Bayern – aber nicht für El Mala

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FC-Verteidiger Cenk Özkacar (r.) im Duell mit Dortmunds Karim Adeyemi. (Archivbild)

FC-Verteidiger Cenk Özkacar (r.) im Duell mit Dortmunds Karim Adeyemi. (Archivbild)

Cenk Özkacar bekommt gegen Bayern seine Chance in der gebeutelten FC-Defensive. Bei El Mala legt sich Trainer Kwasniok nicht öffentlich fest

Dass die Partie gegen den schier nicht zu stoppenden FC Bayern München eine Herkulesaufgabe für den 1. FC Köln wird, das war schon lange absehbar. Erschwerend für den Bundesliga-Aufsteiger kommt hinzu, dass die Sorgen in der Defensive immer größer werden: Denn nun fehlt auch der gelb-gesperrte Abräumer Eric Martel. Mit Winter-Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar stehen Trainer Lukas Kwasniok nur zwei gelernte Verteidiger zur Verfügung.

Dazu kommt: Özkacar spielte trotz der großen personellen Not in der Abwehr zuletzt keine wirkliche Rolle, kam in den vergangenen vier Spielen nur insgesamt 49 Minuten zum Einsatz. Und bekommt es jetzt mit den Stars des FC Bayern wie Harry Kane zu tun, denn Kwasniok sagte: „Cenk wird beginnen.“ Aus Sicht von Kwasniok habe der Türke geliefert, wenn er gebraucht wurde.

Nur wenn Cenk beginnt, hat er Ganzkörperkrämpfe. Er verkrampft den ganzen Körper, weil er alles gibt
FC-Trainer Lukas Kwasniok über Cenk Özkacar

Dann machte der Trainer aber eine kuriose Einschränkung, die man so auch nicht alle Tage hört: „Nur wenn Cenk beginnt, hat er Ganzkörperkrämpfe, es war halt so in Dortmund. Wenn man immer wechseln muss in der Innenverteidigung, ist das nicht ganz so einfach für einen Trainer. Deshalb beginnt er nicht so häufig. Er verkrampft den ganzen Körper, weil er alles gibt. Das sind Erklärungen, warum es bei ihm ein bisschen weniger Spielzeit war.“

Kwasniok ist davon überzeugt, dass sich sein Team den „Allerwertesten aufreißen“ wird, um Bayern irgendwie wehtun zu können. Und er will eine mitspielende Mannschaft sehen. So wie in der ersten Halbzeit in der zweiten Pokalrunde (1:4), als der FC im ersten Durchgang den Bayern einen großen Kampf geliefert hatte. „Wenn wir von Beginn an mit Mann und Maus hinten drinstehen, geht das nach hinten los. Wir müssen schon auch versuchen, mutig zu bleiben.“

Der Trainer wollte sich allerdings nicht festlegen, ob die zuletzt gestrichenen Luca Waldschmidt und Florian Kainz in den Kader zurückkehren und ob Ausnahmetalent Said El Mala (sieben Tore, drei Assists) beginnt, der in der Bundesliga erst sechs Mal in der Startelf stand. „Ich habe den besten Einwechsler der Liga zur Verfügung. Aber wir sind uns einig, dass ich nicht den besten Spieler der Liga habe. Das ist ein großer Unterschied und wir haben es gemeinsam geschafft – in allererster Linie der Junge mit seiner Qualität, aber ich glaube auch der Verein, das Trainerteam und auch meine Wenigkeit – , dass er jetzt schon einen Marktwert von 40 Millionen hat. Den hat er durch seine Scorer generiert und nicht durch seine Startelf-Einsätze“, befand Kwasniok. 

Mögliche Aufstellungen

1. FC Köln: Schwäbe - Sebulonsen, Simpson-Pusey, Özkacar - Thielmann, Johannesson, Krauß, Castro-Montes - Kaminski, S. El Mala - Bülter. – FC Bayern München: Neuer - Laimer, Upamecano, Tah, H. Ito - Goretzka, Pavlovic - Olise, Gnabry, Luis Diaz - Kane.- Schiedsrichter: Ittrich (Hamburg).