Der Vorstand des 1. FC Köln beruft den bisherigen Sportchef zum Geschäftsführer – auch Philipp Türoff verlängert seinen Vertrag.
1. FC Köln ordnet Führung neuThomas Kessler wird Geschäftsführer Sport – Türoff bekommt neue Position

Thomas Kessler und Philipp Türoff mit dem FC-Präsidium
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Der 1. FC Köln hat seine Führung neu aufgestellt. Thomas Kessler rückt zum Geschäftsführer Sport auf und erhält einen Vertrag bis 2028. Philipp Türoff verlängert bis 2029 und übernimmt zusätzlich die Sprecherrolle. Gemeinsam mit Marketing‑ und Vertriebsgeschäftsführer Philipp Liesenfeld bildet er das neue Führungstrio, das den Verein durch eine Phase der strukturellen Konsolidierung führen soll.
Kessler, der seit seinem vierzehnten Lebensjahr beim FC ist, spricht von einem besonderen Moment. „Heute hier zu sitzen als Geschäftsführer Sport dieses wunderbaren Vereins ist für mich eine große Ehre“, sagt er. Seine Aufgaben blieben im Kern unverändert. „Am Ende bleibt der Aufgabenbereich derselbe.“ Für ihn sei klar, dass der FC „Schritt für Schritt in die richtige Richtung gehen“ müsse. Dieser Weg werde „kein Selbstläufer, sondern ein steiniger Weg“. Zugleich betont er die Bedeutung des Teams. Es sei „keine One Man Show“, weder auf Geschäftsführungsebene noch im sportlichen Bereich. Die Grundlage bilde ein stabiles Umfeld, das Vertrauen ermögliche.
Auch Türoff begründet seine langfristige Bindung mit einer gereiften Zusammenarbeit. „Ich bin total happy und freue mich, dass ich weiter beim FC bleiben darf.“ Sein Verbleib sei beruflich wie privat folgerichtig. „Es ist ein total gutes Gefühl, ein langfristiges Bekenntnis beiderseitig zu haben.“ Inhaltlich beschreibt er eine klare Linie: „Wir wollen hier sportlichen Erfolg organisieren.“ Entscheidend sei eine verlässliche Struktur. „Wir können uns voll und ganz auf unsere Aufgaben konzentrieren, freier kann man eigentlich nicht agieren.“ Seine Sprecherrolle versteht er koordinierend. „Man erwartet von mir, dass ich meine Stimme erhebe, wenn das Gesamtgefühl in der Breite des 1. FC Köln bei einer Entscheidung in ein Ungleichgewicht geraten könnte.“
Wenn man die richtigen Leute hat am richtigen Platz, dann ist Kontinuität ein großer Vorteil
Präsident Jörn Stobbe bewertet die Neuausrichtung positiv. „Es ist ein guter Tag für den 1. FC Köln“, sagt er. Die Zusammenarbeit der vergangenen Monate habe das Vertrauen gestärkt. „Dieses positive Bild hat sich verstärkt in der Herangehensweise, wie man Themen angeht, wie man kritische Situationen angeht, wie man gute Situationen auf die Straße bringt.“ Besonders hebt er den Gesamtblick Türoffs hervor. „Wie er die Fäden zusammenhält und den Gesamtüberblick bewahrt.“ Die langfristigen Vertragslaufzeiten seien bewusst gewählt. „Wenn man die richtigen Leute hat am richtigen Platz, dann ist Kontinuität ein großer Vorteil.“ Die Konstellation, ergänzt durch den Austausch mit den Gremien, sei eine seltene Chance. „Es ist eine historische Möglichkeit, die wir haben, und keiner hat widersprochen.“
Stobbe: Ruhe, Verlässlichkeit und eine klare gemeinsame Vision
Mit der Neuaufstellung verbindet der FC den Anspruch, sportliche und wirtschaftliche Stabilität zu sichern. Die enge Abstimmung im Führungstrio und das Vertrauen des Vorstands sollen dafür sorgen, dass der Verein eine klare Linie verfolgt. Kessler beschreibt diesen Weg nüchtern: Woche für Woche „einen guten Job machen“ und die eigenen Möglichkeiten konsequent nutzen. (red)


