Abo

Ärger ums WM-QuartierTeam muss von USA nach Mexiko umziehen, gewinnt Testspiel

2 min
Iran - Gambia

Die Iraner feiern einen Testspielsieg in der WM-Vorbereitung.

Trotz Sieg im Testspiel: Irans Nationalelf muss ihr WM-Lager aus politischen Gründen von den USA nach Mexiko verlegen.

Irans Fußball-Nationalelf hat sich ungeachtet einer komplizierten Vorbereitungsphase für die WM in einem Freundschaftsspiel mit 3:1 (0:1) gegen Gambia durchgesetzt. In der türkischen Stadt Antalya gelang es der Mannschaft, einen 0:1-Pausenrückstand zu drehen, dank Treffern von Aria Jussefi (46. Minute), Ramin Resai (58.) sowie Mehdi Taremi (67.). Den Führungstreffer für das afrikanische Team hatte Omar Colley (42.) kurz vor dem Halbzeitpfiff erzielt.

Jüngst hatte allerdings die Standortänderung des WM-Lagers für die iranische Auswahl für Aufregung gesorgt. Anstelle des ursprünglich vorgesehenen Aufenthalts in den USA wird die Mannschaft ihre Unterkunft nun in Mexiko beziehen.

Standortwechsel mit politischem Hintergrund

Gemäß der Aussage von Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum wollten „die Vereinigten Staaten nicht, dass die iranische Nationalmannschaft in den USA übernachtet“. Nachdem der Weltfußballverband FIFA angefragt hatte, erklärte sich Mexiko zur Aufnahme der iranischen Delegation bereit.

Als neuer Lagerort dient die mexikanische Stadt Tijuana an der Grenze. Zuvor war geplant, dass die Mannschaft in Tucson, das im US-Bundesstaat Arizona liegt, unterkommt. Die Debatten stehen im Kontext des militärischen Konflikts, der seit Ende Februar zwischen den USA und dem Iran besteht. Aus diesem Grund hatte die Einreise der iranischen Nationalelf in die Vereinigten Staaten zu Debatten geführt.

Verbandschef führt logistische Aspekte an

Mehdi Tadsch, der Präsident des Fußballverbands im Iran, führte stattdessen organisatorische Motive für den Umzug an. Als offizieller Grund für die Standortänderung wurde die Distanz nach Los Angeles angegeben. Dort absolviert der Iran die ersten beiden Partien der Gruppenphase gegen die Teams aus Neuseeland und Belgien.

Die Mannschaft benötige aufgrund der geringen Entfernung des neuen Quartiers in Tijuana zur US-amerikanischen Grenze lediglich rund eine Stunde für die Fahrt nach Los Angeles. Tadsch führte weiter aus, dass Schwierigkeiten bezüglich der Visa und der Einreiseformalitäten dadurch ebenfalls größtenteils ausgeräumt seien.

Vor kurzem fand ein Treffen zwischen Repräsentanten des iranischen Fußballverbands und der FIFA in Istanbul statt, bei dem die WM-Teilnahme des Landes thematisiert wurde. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.