Max Eberl, Sportvorstand des FC Bayern, reagiert auf Oliver Kahns Empfehlung, Jamal Musiala solle die WM auslassen. Er vertritt eine gegenteilige Meinung.
WM-Streit um MusialaEberl widerspricht Kahn nach dessen WM-Verzicht-Rat

Ist noch nicht in Bestform: Jamal Musiala (Archivbild)
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Streit um WM-Nominierung: Eberl weist Kahns Ratschlag für Musiala zurück. Max Eberl, in seiner Funktion als Sportvorstand von Bayern München, hat mit Befremden auf den Vorschlag von Oliver Kahn reagiert, wonach der nach langer Verletzungspause zurückgekehrte Spielgestalter Jamal Musiala eine WM-Teilnahme auslassen sollte. „Man kann einem Sportler nicht sagen, lass die WM sausen und mach was anderes. Jamal geht seinen Weg“, äußerte Eberl laut dpa gegenüber dem TV-Sender Sky. Er fügte hinzu, dass die komplizierte Verletzung und ihre Folgen bekannt seien.
Eberls Vertrauen in Musialas besondere Fähigkeiten
Eberl ist zuversichtlich, dass bei Musiala „dieser Moment, bei dem etwas Außergewöhnliches auf dem Platz passiert und alles wie weggeblasen sein wird“, kommen werde. Ein gesunder Spieler von Musialas Format sei für die Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft von großem Wert. „Wenn es dann eben nicht in hundertprozentiger Topform ist, dann hat man ihn trotzdem gerne auf der Bank, um genau diese besonderen Momente zu kreieren“, betonte der Sportvorstand.

Oliver Kahn würde Jamal Musiala nicht mit zur WM nehmen. (Archivbild)
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Kahn und Hamann äußern weiterhin Bedenken
Kahn hatte einen Tag zuvor mit seiner Äußerung für Aufsehen gesorgt. „Er sollte auf eine Teilnahme bei der WM verzichten. Wenn ich spüre, dass etwas in meinem Spiel nicht stimmt, dann muss ich an mir arbeiten, wieder bereit zu sein“, sagte Kahn in der Sky-Sendung „Triple – der Hagedorn-Fussballtalk“ in Bezug auf Musiala.
Im vergangenen Sommer hatte sich Musiala (23) während der Klub-WM in den USA einen Bruch des Wadenbeins und zusätzlich eine schwere Blessur am Sprunggelenk zugezogen. Der Mittelfeldspieler musste sich einer Operation unterziehen, was zu einem Ausfall bis zum Jahresanfang führte. Seit seiner Rückkehr ist der technisch beschlagene Profi auf der Suche nach seiner Bestform.
Unterstützung für Kahns Position kommt vom Sky-Experten Dietmar Hamann. „Die WM ist bei Jamal Musiala im Moment kein Thema. Er muss schauen, dass er Form findet“, meinte Hamann. Er wies darauf hin, dass die Zeit knapp werde, da nur noch sieben Wochen verblieben, in denen alles optimal verlaufen müsse. (red)
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