Friedrich Merz lobt die DFB-Elf nach dem blamablen WM-Aus. Sein Tweet sorgt im Netz für großes Unverständnis und Spott.
„Was für ein Spiel, DFB-Team!“Friedrich Merz erntet Spott nach WM-Aus – und legt nach

Vor zwei Wochen schenkte Bundeskanzler Friedrich Merz (l, CDU) ein DFB Fußball-Trikot an US-Präsident Donald Trump mit der Rückennummer 47. Für seinen Post zum Aus der DFB-Elf bei derm WM erntete Merz Unverständnis.
Copyright: dpa
Friedrich Merz, der als passionierter Fußballanhänger und Unterstützer von Borussia Dortmund bekannt ist, hat sich nach dem Ende der deutschen Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 geäußert. Mit seiner Analyse dürfte sich der 70-jährige CDU-Politiker nach dem Ausscheiden des DFB-Teams allerdings kaum für eine zukünftige Tätigkeit als TV-Fachmann qualifiziert haben.
Auf der Online-Plattform „X“ übermittelte Merz der deutschen Auswahl eine aufbauende Nachricht. Dies geschah im Anschluss an den blamablen Auftritt im Sechzehntelfinale gegen die Mannschaft aus Paraguay. In den Reaktionen wurde jedoch umgehend klar, dass der CDU-Politiker die allgemeine Stimmungslage verfehlt hatte.
Spott im Netz für Merz-Beitrag nach WM-Aus
Die Äußerung des Politikers erweckte den Anschein einer Reaktion auf eine ehrenvolle Niederlage in einem Endspiel. Dies stand im starken Gegensatz zur Fassungslosigkeit, mit der Fans, frühere Nationalspieler und Experten im gesamten Bundesgebiet auf die ideenlose Darbietung des Teams gegen den deutlichen Außenseiter aus Südamerika reagierten.
„Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel, DFB-Team!“, kommentierte Merz die als behäbig wahrgenommene Spielweise der Mannschaft. Sowohl der Bundestrainer als auch einige Spieler hatten sich nach der Partie hingegen deutlich selbstkritisch geäußert.
Merz setzte in seinen Ausführungen sogar noch einen drauf. „Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch“, formulierte er, nachdem die Nationalelf zum dritten Mal in Serie das WM-Achtelfinale verpasst hatte.
Es ist daher kaum verwunderlich, dass diese Äußerung auf breite Ablehnung unter den Fußball-Fans stieß. Innerhalb von nur drei Stunden verzeichnete der Beitrag mehr Kommentare (2800) als „Gefällt mir“-Angaben (2050) – ein sicheres Anzeichen für erheblichen Widerspruch unter den Nutzern. „Sie sollten vor allem Fußballtweets einfach lassen“, legte ihm ein Kommentator nahe.
Ein anderer Nutzer schrieb spöttisch und erhielt dafür mit über 1000 Likes große Zustimmung: „Herzlichen Glückwunsch. Mit Nagelsmann gibt es jemanden, der sein Amt noch unfähiger ausübt als Sie“.
Der Fußball-Influencer „Fiago“ witzelte, Merz habe während des Wettbewerbs wohl versehentlich eine andere Nation verfolgt. Ein weiterer Anhänger gab zu bedenken: „Kanzler, das war ein Grottenkick! Die wurden miserabel geführt und sind verdient ausgeschieden.“
Der Kanzler legte derweil am Dienstagmittag unbeeindruckt nach. „Erfolge feiern wir gemeinsam. Und in der Niederlage stehen wir zusammen. Das macht uns stark. Wer den Adler auf der Brust trägt, hat unseren Rückhalt verdient und nicht unseren Spott“, schrieb er bei X. (red)
