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Emotionen nach WM-KrimiÖsterreich-Stürmer bricht im Interview in Tränen aus

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ÖFB-Stürmer Michael Gregoritsch reragiert nach dem 3:3 seiner Mannschaft gegen Algerien.

ÖFB-Stürmer Michael Gregoritsch reragiert nach dem 3:3 seiner Mannschaft gegen Algerien.

Nach einem irren WM-Krimi ist Österreich weiter. Stürmer Michael Gregoritsch bricht danach im Interview in Tränen aus.

Die letzte Partie der Gruppenphase zwischen Österreich und Algerien nahm ein historisches Ende. Im Vorfeld der Begegnung in Kansas City gab es tagelange Spekulationen um eine mögliche Absprache, die beiden Teams das Weiterkommen sichern sollte. Stattdessen ereignete sich ein hochdramatisches Finale, das erst in der Nachspielzeit mit einem 3:3 entschieden wurde.

Bei einem Spielstand von 2:2, der für beide Mannschaften den Einzug in die Runde der letzten 32 bedeutet hätte, verringerten die Nationen das Tempo erheblich. Die algerische Auswahl passte den Ball in den letzten Minuten gemächlich in der eigenen Hälfte, während das österreichische Team seine Offensivbemühungen einstellte. Unerwartet landete der Ball dann jedoch im Tor, wodurch die Alpenrepublik kurz vor dem Ausscheiden stand.

Michael Gregoritsch im ZDF-Interview emotional überwältigt

In der 93. Spielminute traf Riyad Mahrez (35) mit einem Schuss ins lange Eck zum 3:2 für Algerien. Dieser Treffer resultierte aus einer unerwarteten Offensive der nordafrikanischen Mannschaft.

War dies die späte Vergeltung für die sogenannte „Schande von Gijón“? Bei der Weltmeisterschaft 1982 hatten Deutschland und Österreich durch einen Nichtangriffspakt dafür gesorgt, dass Algerien aus dem Wettbewerb ausschied.

Das ÖFB-Team befand sich in einer aussichtslosen Lage und mobilisierte in einem letzten verzweifelten Versuch alle Kräfte für die Offensive. Tatsächlich führte die allerletzte Spielszene zum Ausgleichstreffer durch Sasa Kalajdzic (28).

Der ehemalige Angreifer aus der Bundesliga war nur Momente vorher ins Spiel gekommen. Ein anderer bekannter Akteur aus der Bundesliga war nach dem Schlusspfiff von seinen Emotionen überwältigt.

Angreifer Michael Gregoritsch (32), welcher die Vorlage zum Tor gab, fand im ZDF-Interview kaum die richtigen Worte. „Gott sei Dank gibt es Wunder“, brachte er hervor, woraufhin die Reporterin Amelie Stiefvatter (35) entgegnete: „So ganz realisiert haben Sie es, glaube ich, noch nicht, oder? So gelöst bekomme ich Sie nicht mit.“

Erneut musste Gregoritsch nach Fassung ringen, hielt kurz inne und sagte dann mit erstickter Stimme: „Wir waren halt raus für ein paar Minuten. Und wir sind noch dabei.“ Im Sechzehntelfinale trifft die ÖFB-Auswahl nun auf Mit-Favorit Spanien.

Nachdem das Minimalziel auf diese dramatische Art erreicht worden war, sagte Gregoritsch: „gut essen, gut regenerieren und dann haben wir dieses Spiel, das wir wollten – cool!“ Zum Abschluss des Gesprächs umarmte der sichtlich bewegte Akteur vom FC Augsburg die Reporterin erleichtert. Sie entließ ihn daraufhin mit einem Lächeln aus dem Interview. (red)