Mit seiner übertrieben selbstbewussten Art kommt die schwedische Ikone nicht nur beim US-Publikum gut an. Es gibt jedoch auch ein Opfer.
König der ProvokationZlatan Ibrahimovic glänzt als TV-Experte – und zeigt kein Erbarmen

Zlatan Ibrahimovic gibt jetzt auch im TV die Richtung vor.
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Als TV-Experte bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zeigt Zlatan Ibrahimovic, dass seine unnachahmliche Präsenz weit über den Platz hinausreicht. Mit seiner faszinierenden Mischung aus brillanter Arroganz und kompromisslosem Selbstbewusstsein eroberte der ehemalige Ausnahmestürmer die Herzen der Zuschauer im Sturm. Dabei ist es der erste TV-Job für den Schweden.

Ergänzen sich glänzend: Thierry Henry (r.) und Zlatan Ibrahimovic.
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Der 44-Jährige, der von Fox Sports als Studio-Analyst engagiert wurde, liefert in den Übertragungen aus Los Angeles nicht nur fachkundige Einblicke, sondern auch eine charismatische und ungeschminkte Persönlichkeit, mit der er das amerikanische Publikum begeistert. Zusammen mit Arsenal-Legende Thierry Henry und Moderatorin Rebecca Lowe sorgt Ibrahimovic für frischen Wind im Studio – auf Kosten von Alexi Lalas, dem dritten TV-Experten im Bunde.
Zlatan Ibrahimovic: Der schwedische Löwe erobert das US-Fernsehen
Der Sender, der die Rechte für den US-Markt hält, setzte bewusst auf die markante Ausstrahlung des ehemaligen Weltklassestürmers. In den USA ist Ibrahimovic durch seine zwei erfolgreichen Jahre in der MLS bei den Los Angeles Galaxy (52 Tore in 56 Spielen) ohnehin bekannt. Nun zahlt sich die Investition aus.
Ibrahimovic, der seine aktive Karriere 2023 beim AC Mailand beendet hatte und anschließend in beratender Funktion für den Verein tätig war, wurde von Fox Sports gezielt als Zugpferd verpflichtet. „Er stand ganz oben auf unserer Liste“, erklärte Fox-Sports-Präsident Brad Zager.
Zlatan Ibrahimovic kennt keine Grenzen
Ibrahimovic ist authentisch, selbstbewusst und oft unterhaltsam direkt – Eigenschaften, die in der amerikanischen Sportberichterstattung gut ankommen. Das weiß der Familienvater, der gerne bei IKEA einkauft, selbst am besten.
Besonders auffällig ist die Chemie zwischen Thierry Henry und Ibrahimovic. Die beiden europäischen Legenden ergänzen sich hervorragend: Henry glänzt mit präziser, taktischer Analyse, während Ibrahimović Witz, Provokation und jenes Selbstvertrauen einbringt, das ihn schon als Spieler auszeichnete.
Der Kontrast zu Alexi Lalas, dem langjährigen US-Experten, könnte kaum größer sein. Der frühere US-Nationalspieler verkörpert einen lautstarken, mitunter polarisierenden amerikanischen Stil. Zwischen ihm und den beiden Europäern hat sich eine dynamische Spannung entwickelt, die sich rasend schnell verbreitet.
Im Fall Lalas kennt Ibrahimovic auch keine Schmerzgrenze. Er belächelt seinen TV-Kollegen oft einfach nur. Als Lalas im Studio fehlte, reagierte der Schwede nur mit einem fragenden „Wer?”. Henry konnte sich vor Lachen kaum noch auf seinem Sitz halten. Dann legte Ibrahimovic noch einen drauf, indem er sagte: „America, you’re welcome.“ Solche Momente verbreiten sich rasend schnell in den sozialen Netzwerken.

Zlatan Ibrahimovic spielte für zahlreiche Top-Klubs in Europa. (Archivfoto)
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Star in den USA: Zlatan Ibrahimovic wird mit Charles Barkley verglichen
Inzwischen wird Ibrahimović mit Charles Barkley verglichen. Barkley ist eine US-Basketballlegende und ein Quotengarant. Die NBA-Legende ist seit Jahrzehnten als TV-Experte im Einsatz. Niemand konnte dem Olympiasieger von 1992 bisher das Wasser reichen – bis Zlatan plötzlich auftauchte.
Für Zlatan selbst ist diese Rolle eine logische Weiterentwicklung. Nach einer beeindruckenden Karriere mit zahlreichen Titeln und unvergesslichen Toren bleibt er der Öffentlichkeit erhalten. Ob er langfristig im Fernsehen bleibt oder in andere Rollen wechselt – seine aktuelle Performance zeigt: Zlatan bleibt Zlatan. Und das kommt an.
Zlatan Ibrahimović zählt zu den prägendsten Stürmern seiner Generation. Der Familienvater (2 Söhne) spielte mehr als zwei Jahrzehnte lang auf höchstem Niveau in mehreren europäischen Topligen. Er holte zahlreiche Titel, unter anderem mit Ajax Amsterdam in den Niederlanden, mit Inter Mailand und später mit dem AC Mailand in Italien, mit dem FC Barcelona in Spanien sowie mit Paris Saint-Germain in Frankreich. (mbr)
