Köln/München – Der EHC Red Bull München bleibt für die Kölner Haie unschlagbar. Die Mannschaft von Trainer Uwe Krupp ging am Sonntag, dem zweiten Spieltag der DEL-Saison 2021/22, zwar in der Münchner Olympiaeishalle im zweiten Drittel 2:0 in Führung. Am Ende verloren die Kölner die Partie jedoch mit 4:6 (0:0, 3:4, 1:2). Es war die 16. Niederlage in Serie des KEC gegen das Team von Coach Don Jackson. Den letzten Sieg gegen München feierten die Haie im Januar 2017. „Wir haben gut begonnen und waren im Spiel, es ist eine herbe Niederlage für uns. Aber die Saison ist lang, es ist ein Lernprozess. Wir werden besser“, sagte Kölns schwedischer Angreifer Andreas Thuresson. Zwei Punkte haben die Haie damit am ersten Saisonwochenende geholt, am Freitag gewannen sie 2:1 n.V. gegen Wolfsburg.
Tomas Pöpperle erstmals im KEC-Tor
Im München stand nicht wieder Justin Pogge, sondern erstmals Tomas Pöpperle im KEC-Tor. Kein leichtes Debüt für den deutsch-tschechischen Goalie, der aus Bremerhaven verpflichtet wurde. München gilt neben Mannheim als chancenreichster Titelanwärter. Zu Recht, wie sich am Sonntag zeigen sollte.
Das erste Drittel verlief ausgeglichen, die Haie, in dieser Phase defensiv diszipliniert, hatten sogar eine brillante Chance, in Führung zu gehen. Sie standen zu viert vor Münchens Goalie Danny aus den Birken – und waren davon offenbar so überrascht, dass sie daraus nichts machten, Stürmer Lucas Dumont verzog recht mutlos.
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Im zweiten Drittel sollten sieben Treffer fallen. Zunächst nutzten die Haie zwei Schludrigkeiten der Münchner aus. Moritz Müller zog unbedrängt vors Tor und brachte die Scheibe an Aus den Birken vorbei (26.). Drei Minuten darauf folgte das 0:2, erzielt von Landon Ferraro nach Vorarbeit von Mark Olver. Für die Münchner wirkten die Tore als Weckruf. Sie drehten auf und brachten die individuelle Klasse ihrer Angreifer zur Geltung; begünstigt durch allerlei defensive Nachlässigkeiten des KEC. So benötigten die Münchner nur 87 Sekunden, um das Spiel durch Treffer Ben Street (30.), Zach Redmond (31.) und Austin Ortega auf 3:2 zu drehen. Krupp nahm eine Auszeit, seine Profis sammelten sich und kamen durch ein Powerplay-Tor von Thuresson zum 3:3 (38.). Doch als kurz darauf Haie-Stürmer Quinton Howden auf die Strafbank geschickt wurde, traf Redmond zum 4:3 für München (40.). Frederik Tiffels, im Sommer aus Köln nach München gewechselt, hatte den US-Profi am langen Pfosten angespielt.

Hektik vor dem Kölner Tor am Sonntag in der Münchner Eishalle.
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Den Rest gab Tiffels persönlich den Haien. Nachdem der gebürtige Kölner in der 44. Minute das 5:3 geschossen hatte, fanden die KEC-Profis lange keinen Zugriff mehr auf das Spiel. Als Krupp am Ende den Torwart durch einen Feldspieler ersetzte, schoss Howden noch das 4:5 (59.). Mit einem Treffer ins leere Kölner Tor machte Tiffels den 6:4-Endstand perfekt.

