Das skandalöse Ende des Afrika-Cups sorgte für Entrüstung, horrende Geldstrafen – und nimmt Monate später eine überraschende Wendung am grünen Tisch. Die entthronten Senegalesen kündigen Einspruch an.
Zwei Monate nach Afrika-CupSenegal wird Titel aus Skandal-Finale aberkannt

Das Skandal-Finale beim Afrika-Cup hat mit zwei Monaten Abstand zur Aberkennung des Titels für den Senegal geführt.
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Der senegalesische Fußballverband wird nach der Aberkennung des Afrika-Cup-Titels vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS ziehen. Dies kündigte er in der Nacht zum Mittwoch an.
„Der senegalesische Fußballverband verurteilt diese ungerechte, beispiellose und inakzeptable Entscheidung, die den afrikanischen Fußball in Verruf bringt“, hieß es in einem Statement.
Senegal-Spieler verließen im Finale den Platz
Daher werde der Verband „so bald wie möglich Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne einlegen“. Am Dienstag hatte der afrikanische Fußballverband (CAF) das von Tumulten überschattete Finale des Afrika-Cups 2025 neu gewertet.
Senegal wurde der Titel nachträglich aberkannt und Finalgegner Marokko zugesprochen. Hintergrund der Entscheidung war das chaotische Endspiel vom 18. Januar in Rabat, das kurz vor dem Abbruch gestanden hatte.
Nach einem späten Elfmeterpfiff für Marokko hatten Senegals Spieler aus Protest den Platz zwischenzeitlich verlassen; erst nach längerer Unterbrechung wurde die Partie fortgesetzt.
Brahim Diaz vergab den Strafstoß, in der Verlängerung traf Pape Gueye (94.) zum 1:0-Endstand für Senegal. Die CAF wertete das Verhalten der senegalesischen Spieler vor dem Diaz-Strafstoß nun als Verstoß gegen die Artikel 82 und 84 und gab dem Einspruch des marokkanischen Verbandes statt.
Der marokkanische Verband, der bereits kurz nach dem Spiel rechtliche Schritte bei CAF und FIFA angekündigt hatte, teilte mit: „Mit dieser Maßnahme sollte keineswegs die sportliche Leistung der an diesem Wettbewerb teilnehmenden Mannschaften infrage gestellt werden, sondern lediglich die Anwendung der Wettbewerbsbestimmungen gefordert werden.“ (sid)

