Kurz vor Ende der regulären Spielzeit kam es zu einer kuriosen Protest-Aktion. Nach langer Unterbrechung konnte das Spiel weitergeführt werden – und endete 1:0 für die Senegalesen.
Mit FC-EigengewächsNach Eklat auf dem Rasen: Senegal gewinnt Afrika Cup

Senegals Pape Gueye jubelt nach seinem Treffer.
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Eklat beim Afrika Cup: Die senegalesische Nationalmannschaft hat aufgrund zweier Schiedsrichter-Entscheidungen im Finale gegen Marokko aus Protest kurz vor Ende der regulären Spielzeit das Feld verlassen. Doch was war überhaupt passiert?
In der 90.+2. Minute der Nachspielzeit erzielte Senegal nach einer Ecke den Führungstreffer, welcher jedoch bereits vor der Erzielung abgepfiffen wurde. Kurz vor dem Treffer wurde nämlich Ex-BVB-Star Achraf Hakimi im Strafraum vermeintlich gefoult.
Afrika Cup: Zwei strittige Schiedsrichter-Entscheidungen
Das Foul konnte nicht mehr durch den VAR überprüft werden, da das Tor schon vor der Erzielung abgepfiffen wurde. Eine durchaus strittige Entscheidungen, die bereits zu diesem Zeitpunkt für Frustration auf Seiten der Senegalesen führte.
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Nur wenige Minuten später dann der nächste Aufreger – und jetzt auf der anderen Seite. Marokkos Brahim Diaz wurde im Strafraum zu Boden gezerrt und bekam den Elfmeterpfiff – erneut eine harte Entscheidung (90.+8.). Der Unparteiische schaute sich die Szene nochmal am Videobildschirm an und blieb bei seiner Entscheidung.
Das brachte das Fass für die Senegalesen zum Überlaufen, die sich ungerecht behandelt fühlten. Es gab eine minutenlange Unterbrechung. Senegal-Coach Pape Thiaw wies seine Mannschaft daraufhin an, aus Protest das Spielfeld zu verlassen.
Ex-Bayern-Profi Sadio Mane rannte in die Katakomben und holte seine Mannschaft zurück auf den Rasen. Weitere Minuten vergingen und in der 24. Minute der Nachspielzeit konnte der Elfmeter endlich ausgeführt werden. Diesen vergab der gefoulte Diaz, wonach es in die Verlängerung ging.
In der 94. Minute dann die Führung für den Senegal! Pape Gueye marschierte Richtung Strafraum und knallte das Spielgerät an die Unterkante der Latte, von wo aus der Ball im Netz landete.
Im zweiten Abschnitt der Verlängerung brachte Thiaw dann den ehemaligen Kölner Ismail Jakobs in die Partie. Erstmals seit dem Achtelfinale stand der Galatasaray-Profi wieder auf dem Feld und half mit, die Führung über die Zeit zu bringen. Nach einem völlig irren Finale krönte sich Senegal somit zum Arika-Cup-Sieger 2026. (red)

