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Marina Hegering„Ich habe beim 1. FC Köln große Wertschätzung gespürt“

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GOOGLE PIXEL Frauen Bundesliga: 1. FC Köln - TSG 1899 Hoffenheim 09.11.2025 Zweikampf Marina Hegering 1. FC Köln, 33, Valesca Ampoorter TSG Hoffenheim, 18 GOOGLE PIXEL Frauen Bundesliga, 1. FC Köln - TSG 1899 Hoffenheim, Köln, Franz-Kremer-Stadion am 09.11.2025 DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO. *** GOOGLE PIXEL Frauen Bundesliga 1 FC Köln TSG 1899 Hoffenheim 09 11 2025 Zweikampf Marina Hegering 1 FC Köln, 33 , Valesca Ampoorter TSG Hoffenheim, 18 GOOGLE PIXEL Frauen Bundesliga, 1 FC Köln TSG 1899 Hoffenheim, Köln, Franz Kremer Stadion am 09 11 2025 DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND OR QUASI VIDEO Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS/Wunderlx

Marina Hegering (links) ist nach langer Verletzungspause zurück im Training des 1. FC Köln. 

Die Kapitänin spricht im Interview über die Entwicklung der Fußballerinnen und ihre Zukunft.

Frau Hegering, wie verläuft Ihr Aufbautraining und wann sehen wir Sie wieder auf dem Platz?

Marina Hegering: Mir geht es gerade sehr gut. Ich bin seit mehr als einer Woche wieder im kompletten Mannschaftstraining. Ich hatte beim Testspiel gegen Mainz einen Kurzeinsatz und sehe für das nächste Bundesliga-Spiel zu Hause gegen Bayern München das Potenzial, dass ich auf dem Platz stehen und der Mannschaft helfen kann.

Sie sind Wahl-Kölnerin und durften zuletzt auf dem FC-Wagen beim Rosenmontagsumzug mitfahren. Wie haben Sie den Tag erlebt?

Das habe ich sehr genossen. Es war ein sehr schöner Tag für mich. Die ganzen Emotionen, die man dabei empfängt, aber auch selbst gibt, sind einmalig und mit wenig zu vergleichen. Daher wird es ein Tag sein, der auf ewig in Erinnerung bleiben wird.

Wie haben Sie während Ihrer Verletzungszeit als Kapitänin den Kontakt zur Mannschaft gehalten?

Glücklicherweise konnte ich die Reha bei uns am Geißbockheim absolvieren. Dadurch gab es immer wieder Kontakte zur Mannschaft. Es gab viele Tage, an denen ich die Mädels sehen konnte und gelegentlich habe ich ihnen auch beim Training zugesehen. Also gab es schon fast durchgehend Kontakt, was sehr schön war, denn so war ich gefühlt immer ein bisschen bei der Mannschaft.

Grundsätzlich ärgert mich jedes Spiel, das ich von der Tribüne aus anschauen muss, egal ob Sieg, Unentschieden oder Niederlage. Man möchte immer irgendwie helfen
Marina Hegering, Kapitänin des 1. FC Köln, über ihre Verletzungspause

Wie war Ihr Austausch mit Britta Carlson und ihrem Trainerteam?

Ich habe immer wieder mit ihnen gesprochen. Ich habe den Stand meiner Reha durchgegeben und sie hat mir ihr Gefühl von der Mannschaft mitgegeben. So habe ich auch eine große Wertschätzung gespürt.

Ärgern Sie Spiele wie gegen Jena, Essen oder Union Berlin doppelt, wenn es für die Mannschaft nicht läuft und Sie nicht aktiv helfen können?

Grundsätzlich ärgert mich jedes Spiel, das ich von der Tribüne aus anschauen muss, egal ob Sieg, Unentschieden oder Niederlage. Man möchte nie auf der Tribüne sitzen, sondern immer irgendwie helfen.

Was fehlt dem FC noch, um aus den genannten Spielen als Sieger vom Platz zu gehen?

In einigen Abläufen fehlen uns ein bisschen die Stabilität und das Durchhaltevermögen. Wir haben es manchmal auch verpasst, die klaren Chancen zu nutzen. Aber wir sind eine junge Mannschaft, daher war auch damit zu rechnen, dass es nicht immer nur bergauf geht.

Was sind die Stärken der Mannschaft aus Ihrer Sicht?

Das sind unser Zusammenhalt und unser Kampfgeist, insbesondere in der Defensivarbeit. Ich denke, da haben wir uns in der Liga einen Namen gemacht, dass wir als Gegner sehr unangenehm sind. Und wir können mittlerweile echt gute Nadelstiche nach vorne setzen. Aber das ist sicher noch ausbaufähig.

Welche Ziele haben Sie nach Ihrer Rückkehr?

Grundsätzlich möchte ich zunächst einmal beschwerdefrei trainieren können. Was danach folgt, nehme ich gerne mit. Ich muss natürlich nach drei Monaten Pause noch an der Fitness arbeiten in den nächsten Wochen.

Mit welchen Gefühlen blicken Sie auf das Highlight-Spiel im Mai im Rhein-Energie-Stadion gegen Werder Bremen?

Ich freue mich sehr darauf, in diesem Stadion zu spielen und hoffe auf viele Zuschauer, die uns anfeuern. Das Stadion ist überragend. Ich gehe gerne hin, wenn die Männer spielen. Ich kenne es ja auch schon aus den Pokalfinals mit Wolfsburg. Ich freue mich aber auf dieses Mal, wenn die Fans fast alle für uns sein werden.

Ihr Vertrag läuft bis 2027, dann werden Sie 37 Jahre alt sein. Denken Sie schon ans Aufhören?

Das kann ich jetzt noch gar nicht sagen. Es ist alles denkbar, es müssen auch alle Parameter stimmen. Da werden wir im nächsten Jahr zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich noch einmal darüber nachdenken und philosophieren. Vielleicht möchte der Körper dann ja auch gar nicht mehr. Das kann ich jetzt noch nicht absehen. Daher ist es Zukunftsmusik und ich mache mir da in einem Jahr Gedanken zu.

Und was planen Sie für die Zeit nach der aktiven Karriere?

Grundsätzlich möchte ich dem Fußball wahrscheinlich schon erhalten bleiben. Die Gedanken sind auf jeden Fall da. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ich mich in irgendeiner Funktion einbringe und würde das natürlich auch sehr gerne beim FC machen.