Kurz vor dem WM-Start verlängert Teamchef Ralf Rangnick seinen Vertrag in Österreich. Das soll der Elf einen Schub geben.
„Da geht ein Traum in Erfüllung“Österreich startet nach 28 Jahren Abstinenz in die WM

Will das Nationalteam noch länger steuern: Ralf Rangnick
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Österreichs Nationalelf erhält vor dem ersten WM-Auftritt nach 28 Jahren positive Neuigkeiten. Die Weiterverpflichtung von Ralf Rangnick soll das Team zusätzlich beflügeln.
Der Zeitpunkt für die positive Mitteilung hätte für die Österreicher kaum günstiger sein können. Kurz vor dem WM-Auftaktspiel gegen Jordanien soll die Weiterverpflichtung des begehrten Trainers Ralf Rangnick dem Nationalteam zusätzliche Motivation verleihen. Mit großer Zuversicht beginnt die Mannschaft um den vielseitigen Bayern-Spieler Konrad Laimer und den ehemaligen Münchner David Alaba die erste Weltmeisterschaft für die Alpenrepublik seit 28 Jahren.
„Da geht ein Traum in Erfüllung“, äußert Kapitän Alaba. Der 33-Jährige hat auf Clubebene mit dem FC Bayern und Real Madrid praktisch jeden Titel errungen, doch eine WM-Teilnahme stellt auch für ihn eine Premiere dar. „Es ist schon ein Ereignis, für das man auch dankbar ist, es miterleben und Teil davon sein zu dürfen“, erklärte er in einem Gespräch mit dem Weltverband FIFA. „Wir sind wirklich sehr stolz darauf, dabei sein zu können.“

Ralf Rangnick (l) denkt über das Nationalteam hinaus. (Archivbild)
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Rangnicks beeindruckende Statistik als Teamchef
Die Erwartungen in Österreich sind trotz der langen Abwesenheit bei Weltmeisterschaften gewachsen, was sich aus der positiven Entwicklung der letzten Jahre ergibt. Bei der Europameisterschaft 2021 schied das Team unter der Leitung von Franco Foda im Achtelfinale gegen den späteren Turniersieger Italien aus. Zwei Jahre zuvor in Deutschland endete der Wettbewerb ebenfalls im Achtelfinale gegen die Türkei.
Rangnick, der die Position des Teamchefs 2022 übernahm, hat die Auswahl entscheidend vorangebracht. Mit einem Punktedurchschnitt von 1,98 weist er die beste Bilanz aller österreichischen Nationaltrainer seit 1945 auf, die mindestens zehn Partien absolviert haben. Unter seiner Regie konnte Österreich 27 von 45 Länderspielen für sich entscheiden. Ferner blieb die Mannschaft in 14 aufeinanderfolgenden Heimspielen ohne Niederlage, was eine neue Bestmarke bedeutet.
Alaba äußert sich zu den Ambitionen des Teams
In die erste Begegnung gegen Jordanien am Mittwoch in Santa Clara (06.00 Uhr, ZDF und MagentaTV) startet die von Rangnick trainierte Elf als Favorit. Die nachfolgenden Kontrahenten in der Gruppe J sind der amtierende Weltmeister Argentinien und Algerien.
„Ich bin davon überzeugt, dass wir eine Mannschaft haben, die erfolgreich sein kann, und dass wir dorthin fahren, um Geschichte zu schreiben“, erklärt Alaba. „Ob es am Ende für den Weltmeistertitel reicht, weiß ich nicht. Aber wir sind eine Mannschaft mit großen Träumen, die diese auch verfolgt.“

David Alaba will als Kapitän vorangehen. (Archivbild)
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Verletzung von Baumgartner schwächt die Mannschaft
Als zentrales Gerüst baut Rangnick auf eine Reihe von Akteuren aus der Bundesliga. Konrad Laimer (FC Bayern), Marcel Sabitzer (Borussia Dortmund), Nicolas Seiwald (RB Leipzig) und Philipp Lienhart (SC Freiburg) gelten als wichtige Stützen. Der verletzungsbedingte Ausfall von Christoph Baumgartner stellt für das Team jedoch einen herben Verlust dar.
Der Offensivakteur von Leipzig wird von Rangnick als „eine zentrale Persönlichkeit innerhalb unserer Mannschaft“ bezeichnet. Es ist beachtlich, dass Baumgartner nach seiner Oberschenkelverletzung darum ersuchte, seine Rehabilitation im Umfeld der Nationalmannschaft durchführen zu können. „Das gibt extrem viel Kraft“, kommentierte sein Teamkollege Michael Gregoritsch vom FC Augsburg. Der starke Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft nährt die Zuversicht für das bevorstehende Turnier.
Rangnicks Vision für den österreichischen Fußball
Der 67-jährige Rangnick richtet seinen Blick bereits weit über das aktuelle Turnier hinaus. Er bringt sich in die Talentförderung ein, befasst sich mit möglichen Liga-Strukturen in Österreich und sogar mit dem Bau einer neuen Multifunktionsarena. Seine Rolle sieht er nicht nur als die eines Trainers, sondern vielmehr als die eines Gestalters für die künftige Entwicklung des Fußballs in seiner beruflichen Wahlheimat.

David Alaba hat mit Real Madrid und dem FC Bayern sehr viel erreicht. (Archivbild)
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Aus diesem Grund stellt die Vertragsverlängerung mit dem deutschen Trainer, der auch bei der AC Mailand als Kandidat galt und Österreich zur Europameisterschaft 2028 führen soll, ein bedeutsames Zeichen dar. Diese Ansicht teilt auch der bisher letzte WM-Torschütze Österreichs. „Das wird der Mannschaft einen zusätzlichen Push geben“, teilte Andreas Herzog der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit. (dpa/red)
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