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Palacios will zu IpswichBayer 04 hat Geduld bei Diaby – doch wie lange?

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Moussa Diaby (l.) am Ball.

Fix unterwegs: Moussa Diaby (l.) für Al-Ittihad in der Saudi Pro League gegen Al Khaleej am Ball.

Die Verhandlungen über die Abfindung zwischen Moussa Diaby und Al-Ittihad sind kompliziert. Exequiel Palacios will Leverkusen verlassen.

Für Bayer 04 läuft das Transferfenster in diesem Sommer bisher hervorragend – zumindest bei den Zugängen. Mit Kennet Eichhorn für das Zentrum, Afonso Moreira für die linke Außenbahn, Miguel Gutiérrez als Linksverteidiger und Facundo Medina als Innenverteidiger bekam Leverkusen auf jeder Position seinen Wunschspieler. Das soll so weitergehen. Für die rechte Außenbahn soll Moussa Diaby kommen. Doch die Rückholaktion aus Saudi-Arabien gestaltet sich schwierig. Das Problem ist – wie so oft – das Geld.

Für Bayer 04 ist eigentlich alles geklärt. Die Ablöse an Al-Ittihad soll bei rund 30 Millionen Euro liegen, mit Diaby ist sich der Klub über einen Vertrag bis 2031 einig. Doch der 27-Jährige steht beim Klub aus der Saudi Pro League bis 2029 unter Vertrag. Mehr als zehn Millionen Euro soll er dort jährlich netto verdienen. Für den Wechsel zurück nach Leverkusen, wo er von 2019 bis 2023 spielte, ist Diaby zu deutlichen Gehaltseinbußen bereit. Er ist mit weniger als der Hälfte seines bisherigen Salärs einverstanden.

Allerdings will Diaby zuvor noch eine Abfindungszahlung von Al-Ittihad. Genau daran stocken die Verhandlungen bislang. Der saudische Klub möchte nach Informationen dieser Redaktion, dass sich Leverkusen an dieser Zahlung beteiligt. Dafür soll die Ablöse erhöht und ein Teil davon an Diaby ausgezahlt werden. Bayer 04 will die Transfersumme jedoch nicht weiter erhöhen. Auch Al-Ittihad will sein Abfindungsangebot nicht aufstocken, und Diaby ist nicht bereit, auf mehr Geld zu verzichten. In Leverkusen hofft man weiter, dass der Wechsel noch zustande kommt.

Moussa Diaby mit Assist für Al-Ittihad

Al-Ittihad hatte am Dienstag das Qualifikationsspiel in der AFC Champions League gegen Al-Jazira aus den Vereinigten Arabischen Emiraten mit 4:1 gewonnen. Diaby bereitete dabei einen Treffer vor. Die zusätzlichen Einnahmen durch den Einzug in die asiatische Königsklasse könnten noch einmal Bewegung in die Verhandlungen bringen. Darauf hoffen die Verantwortlichen bei der Werkself.

Bei Bayer 04 bleibt man geduldig und wartet auf den Wunschspieler, der sich bisher nicht von anderen, deutlich lukrativeren Angeboten – unter anderem von Inter Mailand – hat verunsichern lassen. Doch eine Woche vor dem Pflichtspielstart ist klar: In den kommenden Tagen muss eine Entscheidung fallen. Sonst muss sich Leverkusen anderweitig orientieren.

Auf der Abgangsseite soll sich bis zur Schließung des Transferfensters am 1. September noch einiges tun. Mindestens fünf Spieler sollen den Verein verlassen. Vor allem in der Viererkette gibt es ein Überangebot: zehn Spieler für vier Positionen. Neben Jeanuël Belocian und Tim Oermann wäre Bayer 04 dem Vernehmen nach auch bei Angeboten für Lucas Vázquez und Loïc Badé gesprächsbereit. Jarell Quansah ist hingegen trotz anderslautender Gerüchte fester Bestandteil der Planungen. Der Engländer, an dem der FC Arsenal interessiert sein soll, ist neben Edmond Tapsoba, Medina und Miguel Gutiérrez für die Startformation eingeplant.

Auch im zentralen Mittelfeld ist weiter offen, wer den Verein noch verlassen wird. Auf der Sechserposition hat sich Abgangskandidat Equi Fernández in der Vorbereitung in den Vordergrund gespielt. Robert Andrich ist derzeit verletzt, Eichhorn liegt wegen einer Stoffwechselerkrankung in der Klinik. Für Aleix García gab es bisher keine Angebote. Bei diesen Personalien dürfte in den kommenden Wochen Bewegung in die Kaderplanung kommen.

Exequiel Palacios zu Ipswich Town?

Exequiel Palacios und Malik Tillman waren eigentlich als Optionen auf der Achterposition eingeplant. Tillman machte zuletzt jedoch seinen Wechselwunsch öffentlich. Palacios hat nun nach Informationen dieser Redaktion intern seinen Wechselwunsch klar formuliert. Der Argentinier soll seine finanziellen Forderungen für einen Wechsel sogar gesenkt haben. Der 27-Jährige kann sich mittlerweile einen Transfer zum interessierten Premier-League-Aufsteiger Ipswich Town vorstellen. Die bislang gebotene Ablösesumme von rund 20 Millionen Euro liegt jedoch deutlich unter den Vorstellungen der Leverkusener. Bayer 04 hält rund 35 Millionen Euro für einen marktgerechten Preis.