Kasper Hjulmand hat personelle Herausforderungen bei Bayer 04 Leverkusen vor dem Spiel gegen Stuttgart, insbesondere durch den Afrika-Cup.
Puzzle für HjulmandSo ist der Plan mit Bayers Afrika-Cup-Rückkehrern

Kasper Hjulmand, Trainer von Bayer 04 Leverkusen, schreibt am Sonntag nach dem öffentlich Training im Haberlandstadion Autogramme.
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Kasper Hjulmand geht auch im neuen Jahr bei Bayer 04 voran. Als am Sonntagnachmittag die erste öffentliche Trainingseinheit 2026 beendet war, griff der Coach zum Filzstift und ging als Erster zu den rund 1200 Fans im Haberlandstadion neben der Bay-Arena, um Autogramme zu schreiben. Seine Spieler folgten ihm. „Ich weiß nicht, wie viele ich geschrieben habe, aber es waren viele. Respekt an unsere Fans, es war sehr, sehr kalt“, sagte Hjulmand, der seine Mannschaft schon am Vorabend unter Flutlicht erstmals nach der 13-tägigen Winterpause zu einer Trainingseinheit auf den Platz gebeten hatte: „Die Energie war direkt wieder sehr gut.“
Bayer 04 hatte 2025 mit einem echten Statement in der Fußball-Bundesliga beendet. Der 3:1-Sieg beim direkten Konkurrenten um die Champions-League-Plätze, RB Leipzig, hatte das Team mit guten Gefühlen in die Weihnachtspause gehen lassen. Am Samstag wartet aber im VfB Stuttgart direkt wieder ein Bundesliga-Hochkaräter zum Topspiel in der Bay-Arena (18.30 Uhr, Sky).
Bei der Auswahl des Personals für diese Partie geht es bei Hjulmand nahtlos weiter wie im vergangenen Jahr: Er steht vor dem nächsten Kader-Puzzle. Exequiel Palacios, der seit September mit einer Adduktorenverletzung fehlt, trainierte am Sonntag individuell. Ein Einsatz am Samstag sei ausgeschlossen, sagte der Coach: „Pala braucht vielleicht noch ein paar Wochen, aber es sieht schon gut aus.“ Zwei Spieler, die in Leipzig noch ausgefallen waren, dürften gegen Stuttgart aber wieder dabei sein: Ernest Poku und Alejandro Grimaldo. Besonders ein Einsatz des spanischen Führungsspielers wäre wichtig. Grimaldo trainierte am Sonntag voll mit. „Wir müssen ein bisschen mit der Belastung in den kommenden Wochen aufpassen, doch ich glaube, dass er am Samstag spielen kann“, erklärte Hjulmand. Poku absolvierte nur Teile des Teamtrainings, dürfte aber ebenfalls im Kader stehen. Das gilt auch für Loic Badé, der am Sonntag erkältet pausierte.
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Lucas Vázquez benötigt noch Zeit
Auf gutem Weg befindet sich auch Lucas Vázquez, der nach mehr als zwei Monaten Pause wegen Rückenproblemen gegen Leipzig ein siebenminütiges Kurz-Comeback gefeiert hatte. „Er ist bereit, aber es ein Unterschied, ob man bereit zum Spielen, oder bereit zum Performen ist. Er wird noch Zeit benötigen, um sein bestes Level zu erreichen“, betonte der dänische Coach. Hjulmand hat also wieder mehr Optionen, doch was seine Kaderauswahl besonders schwierig macht, ist die Abhängigkeit vom Afrika-Cup. Alle vier abgestellten Leverkusener Spieler haben beim Turnier in Marokko die Gruppenphase überstanden und das Achtelfinale erreicht. Sollte einer oder mehrere Spieler in dieser Runde ausscheiden, ist die Frage, ob sie für das Spiel gegen Stuttgart schon bereitstehen.
Eliesse Ben Seghir wird es nicht sein. Der Marokkaner zog mit seinem Team gegen Tansania (1:0) am Sonntag ins Viertelfinale ein, wurde in der 77. Minute eingewechselt. Auch Christian Kofane spielte mit Kamerun am Sonntag gegen Südafrika (Ergebnis stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest). Bei den wohl beiden wichtigsten Akteuren für Bayer 04 entscheidet sich eine mögliche Rückkehr sogar erst am Dienstag. Dann spielt Ibrahim Maza mit Algerien gegen die DR Kongo (17 Uhr) und Edmond Tapsoba mit Burkina Faso gegen die Elfenbeinküste (20 Uhr). „Ich wünsche mir als Trainer natürlich, sie schnellstmöglich wieder hier zu haben. Wenn sie dann hier sind, müssen wir sehen, ob sie noch Erholung brauchen, oder nicht. Da kommt es auf die Physis, aber auch auf das Mentale an“, sagte Hjulmand.
Da in den vergangenen Wochen nach und nach auch die Langzeitverletzten in den Trainings- und Spielbetrieb zurückgekehrt sind, sieht es derzeit nicht danach aus, dass Bayer 04 in diesem Transferfenster noch neue Spieler dazuholen wird. „Ich spreche immer mit Simon (Rolfes, Sportgeschäftsführer, Anm. d. Red.), was wir machen können. Vielleicht passiert noch etwas, vielleicht nicht. Wenn nichts passiert, bin ich sehr zufrieden mit dem Kader, den ich zur Verfügung habe“, betonte Hjulmand. Nun steht erstmal das Personalpuzzle für die Partie des Tabellen-Dritten gegen den -Sechsten an. Danach wartet ein Mammutprogramm auf Leverkusen mit neun Spielen (Liga, Champions League und DFB-Pokal) in 29 Tagen.



