Bayer vor dem ZielTrainer Seoane will von Freiburger Zwischenständen nichts wissen

Gerardo Seoane
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Leverkusen – Am Praktischsten wäre: einfach gewinnen. So könnte Gerardo Seoane am Samstag in seiner ersten Saison als Trainer von Bayer 04 Leverkusen das vorgegebene Ziel Champions League erreichen. Mit einem Sieg über die TSG Hoffenheim. Dann wäre ein Endspiel eine Woche später gegen den direkten Konkurrenten SC Freiburg vermieden, der am 33. Spieltag Union Berlin empfängt.
Jedes mit Freiburg identische Ergebnis würde Bayer 04 faktisch auch zumindest Platz vier sichern, weshalb der Spekulation über Ereignisverläufe Tür und Tor geöffnet ist. Dies ist aber nicht die Welt von Gerardo Seoane. „Ich kann sehr schwer beeinflussen, was auf anderen Plätzen passiert“, erklärte der Schweizer am Freitag, „wir müssen auf uns schauen. Alles andere hilft uns nicht.“
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Rationalist Seoane hat noch nicht einmal entschieden, ob er über den Spielstand im Breisgau informiert sein will. „Ihr habt einen Computer und zwei Handys“, sagte er den Journalisten, „ich aber muss mich auf ein ganzes Spiel konzentrieren. Und nachher erfahren wir in der Kabine, dass anderswo noch ein Tor gefallen ist. Und dann?“
Bequem wäre die Prophezeiung: Wir werden in Sinsheim gewinnen und feiern. Aber auch hier fühlt sich Seoane streng dem Realismus verpflichtet. Er findet, dass die zuletzt ausgebliebenen Siege der wahren Stärke der TSG Hoffenheim nicht gerecht werden, die fünf Punkte hinter dem siebtplatzierten Union Berlin selbst noch die theoretische Chance auf das Erreichen eines Europapokal-Platzes hat und dafür nach den Worten ihres Trainers Sebastian Hoeneß alles tun wird.
„Es wäre schön, wenn wir es schaffen würden, wenn nicht, bleibt noch ein Spiel“, erklärte Gerardo Seoane, der am Freitag noch keine Ahnung hatte, ob ein Punkt gegen beim unglücklichen 3:4 gegen Freiburg offensiv starke Hoffenheimer am Ende nicht doch noch ein gutes Ergebnis sein würde. Nach dem 2:0-Sieg gegen Frankfurt sei innerhalb der Werkself jedenfalls „nicht irgendwelche Partystimmung ausgebrochen. Die Ausgangslage ist allen klar, aber sie soll und wird keinen zusätzlichen Einfluss haben“, sagte Seoane.
Es ist mit derselben Startaufstellung wie gegen die Eintracht zu rechnen. Die Defensive mit den vier gelernten Innenverteidigern in der Viererkette trat mit zwei Sechsern (Andrich, Aranguiz) vor sich zuletzt sehr stabil auf, Sardar Azmoun hat die Verbindung zwischen Mittelfeld und dem Sturm hergestellt, der wieder Tore erzielte. Bleibt als Plan eigentlich nur: einfach gewinnen.



